Leistungsschau in Elmshorn : Präsentation des Enrichment-Programms in der Elsa-Brändström-Schule

Um Genauigkeit ging es beim Projekt Flugmodellbau.
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Um Genauigkeit ging es beim Projekt Flugmodellbau.

Physikalische Phänomene, Acryl-Malen: So eine Menschenfülle hat die Elmshorner Schule bisher selten erlebt.

shz.de von
14. Juli 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Am Sonnabendvormittag gab es für mehrere Stunden keinen freien Parkplatz mehr zwischen der Schule und dem Hallenbad, denn zahlreiche Besucher aus dem gesamten Kreisgebiet strömten in die Bildungseinrichtung am Krückaupark, um diverse Klassen- und Fachräume aufzusuchen. Der Grund: Dort gab es sehr viel zu sehen, denn den Anlass für diesen eher ungewöhnlichen Tag der offenen Tür der Schule bot der 16. Präsentationstag des Enrichment-Programms zur Förderung besonders begabter Kinder- und Jugendlicher im Kreis Pinneberg.

Mit teilweise erheblichem Materialaufwand und vielen Arbeitsstunden über einen Zeitraum von insgesamt acht Monaten hinweg hatten kreisweit Schüler im Alter zwischen sieben und 19 Jahren sowie ihre Lehrer im Vorfeld dieses Aktionstages rund 50 Projekte im Rahmen der „Enrichment“-Kurse bearbeitet und zeigten nun den interessierten Besuchern die Ergebnisse. Und dabei ging es vielfach um Themen, die nicht unbedingt typisch den klassischen Unterrichtsfächern zuzuordnen sind wie beispielsweise physikalische Phänomene, faszinierende Wasserwelten, Acryl-Malen oder Chinesisch.

Der Startschuss für diese bemerkenswerte und im jährlichen Rhythmus wiederkehrende Leistungsschau liegt bereits einige Jahre zurück. „Seit 1999 besteht im Kreis Pinneberg ein Programm zur Förderung besonders begabter Kinder und Jugendlicher, das zum Vorbild des später entwickelten Einrichment-Programms des Landes Schleswig-Holstein wurde“, erklärt EBS-Schulleiter Uwe Lorenzen, der die Veranstaltung mit einer Ansprache in der Aula eröffnete. Im Kreis Pinneberg seien an der Durchführung dieses Programms Schulen, das Ministerium für Schule und Berufsbildung und vor allem auch die Stiftung der Sparkasse Südholstein beteiligt.

„In Bildung zu investieren heißt, in die Zukunft zu investieren“, erklärt Martin Deertz, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung in seinem Grußwort während der Eröffnung des Präsentationstags. Diese Weitsicht sei Teil der Stiftungsphilosophie. „Wir wollen Schülerinnen und Schülern dabei helfen, ihre Neigungen und individuellen Fähigkeiten ohne Eingrenzungen zu finden und auszubauen“, so Deertz. Ihre gezielte Förderung sei auch deshalb so wichtig, weil dadurch „kognitive und kreative Potenziale“ aktiviert würden, auf die das Land in Zukunft in starkem Maße angewiesen sei.

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