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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 03:29 Uhr

Elmshorn : Positive Bilanz der Freibadsaison

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Badepark verzeichnet fast 81.000 Gäste. Auch die Besucherzahlen in der Halle steuern auf ein ordentliches Ergebnis zu.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Obwohl der Sommer in diesem Jahr ordentliche Anlaufschwierigkeiten hatte, ziehen die Elmshorner Stadtwerke eine erste, positive Bilanz. Besonders im August war der Ansturm riesig – mit 4030 Gästen an einem Tag meldet das Freibad sogar eine rekordverdächtige Einzelzahl. Auch bei der Gesamtabrechnung legte das Bad zu. Mit 80.964 Besuchern kamen in der am Sonntag beendeten Freiluftsaison ganze 11.691 mehr als im Vorjahr zum Abkühlen auf die Anlage. „Das kann sich sehen lassen“, sagt Stadtwerkeleiter Sören Schuhknecht.

Dabei zeichnete sich das gute Ergebnis zum Saisonbeginn gar nicht ab. Der Mai war verregnet und äußerst kühl. Der Spitzenmonat war der Juli. An mehreren Tagen überschritt das Thermometer die 30-Grad-Marke – für Tausende der Anlass, das Freibad zu besuchen. „An den Spitzentagen waren mehr als 4000 Menschen im Freibad“, erklärt Badeparkleiter Holger Bockelmann.

Allerdings kann die aktuelle Euphorie nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Besucherzahlen im gesamten Badepark rückläufig sind. „Die Zahlen von 2003 werden wir so schnell wohl nicht mehr erreichen können“, erklärt Werkleiter Schuhknecht. Damals strömten 142.000 Gäste ins Freibad und weitere 176.000 Besucher plantschten im Hallenbad. Insgesamt also 318 000 Menschen – Rekord. Die bisher wenigsten Menschen kamen im Regenjahr 2011 in den Badepark. 212.000 zahlende Gäste waren dies in Summe. 2012 ging es leicht bergauf mit den Gästen (229 000 Badegäste). Der aktuelle Stand 2013 lässt auf einen positiven Fortgang des Aufschwungs hoffen. 183.000 Besucher vergnügten sich im Elmshorner Spaßbad.

„Das ist absolut okay“, sagt Holger Bockelmann. Er glaubt zumindest an einen positiven Jahresendtrend und Besucherzahlen jenseits des Vorjahresergebnisses. Dennoch: „Der allgemeine Trend ist rückläufig. Es gibt einfach ein Überangebot an Freizeitmöglichkeiten“, so Bockelmann. Bewegung stehe nicht mehr so im Mittelpunkt. Video-Spiele reizen vor allem die jungen Gäste. Da könne ein Bad nicht mithalten – zu wenig „Kick“ für coole Teens.

Außerhalb der Diskussion in Politik und Verwaltung bleibt stets der Jahreszuschuss, den sich Elmshorn beim Schwimmen leistet. Zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro Minus machen die Stadtwerke jedes Jahr mit dem Betrieb des Bades. „Für die Attraktivität des Standortes Elmshorn ist solch ein Bad unverzichtbar. Ein Standortvorteil, der sich an anderer Stelle wieder bezahlt macht“, sagt Wirtschaftsförderer Thomas Becken.

Mit drei Euro Eintrittspreis für einen Erwachsenen und 1,50 für ein Kind gehört das Elmshorner Bad zu den günstigsten Anlagen im Bundesgebiet. Laut einer Studie kostet ein Tagesticket bei ähnlichen öffentlichen Freibädern bis zu sechs beziehungsweise vier Euro (Kind). Elmshorn zeigt sich somit bewusst familienfreundlich.

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