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Illegale Rauschmittel in Elmshorn : Polizei zerschlägt Internethandel mit „Legal Highs“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zwei Personen wurden festgenommen. Im November hatten Schüler in Elmshorn eine unbekannte Substanz geraucht.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 15:03 Uhr

Elmshorn | Der Kriminalpolizei in Elmshorn ist ein Schlag gegen den illegalen Handel mit sogenannten „Legal Highs“ gelungen. Dabei handelt es sich um Mischungen von Kräutern und Pflanzenteilen, die mit synthetischen Substanzen versetzt werden, um eine berauschende Wirkung herbeizuführen, wenn sie geraucht werden. Sie werden unter anderem als Kräutermischungen, Lufterfrischer, Reiniger oder Badesalze angeboten.

Anlass der Ermittlungen waren Vorfälle, die sich am 10. November 015 in Elmshorn ereigneten. Seinerzeit mussten mehrere Schülerinnen und Schüler mit schweren Ausfallerscheinungen ärztlich versorgt werden, da sie eine zu dem Zeitpunkt noch unbekannte Substanz konsumiert hatten. Die Kriminalpolizei hatte in der Folge die Ermittlungen aufgenommen.

Die Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kriminalpolizei Elmshorn konnte die mutmaßliche Herkunft der Substanz aufklären und nachweisen, dass die hier konsumierten „Legal Highs“ alles andere als legal sind. Bei einer Durchsuchung am 7.12.2015 in Elmshorn konnten mehr als vier Kilogramm der besagten Mischungen sowie weitere Beweismittel sichergestellt werden. Laut Betäubungsmittelgesetz handelt es sich um erbotene Substanzen. Weitere Privatwohnungen und Firmen wurden noch in derselben Nacht sowie am Folgetag durchsucht. Dabei wurden weitere Beweismittel sichergestellt, die darauf hindeuteten, dass es sich um einen bundesweiten Handel mit den illegalen Substanzen per Postversand handelt.

Die Polizei warnt im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall vor dem Konsum unbekannter Substanzen, die für gewöhnlich in bunten Kleinverpackungen gehandelt werden. Etwaige Aufschriften auf den Verpackungen oder Hinweise in Bezug auf die Inhaltsstoffe stellten keinerlei Qualitätsmerkmal dar. Die Stoffe gelten grundsätzlich als gesundheitsgefährdend.

Zwei Täter, ein 44-jähriger und ein 25-jähriger Elmshorner, die den Ermittlungsbehörden bereits aus vorangegangenen Verfahren bekannt waren, wurden festgenommen. Sie dürften die Drogen über mindestens zwei Shops im Internet in erheblichem Umfang vertrieben haben. Der 44-jährige mutmaßliche Haupttäter wurde am 8.11.2015 nach Erlass eines Haftbefehls durch das Amtsgericht Itzehoein Untersuchungshaft genommen.

Beide Täter müssen sich wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten. Auch die Käufer, die auf den jetzt bekannten Internetplattformen die Kräutermischungen bestellt haben, werden wegen des Verdachts des Erwerbs von Betäubungsmitteln strafrechtlich verfolgt. Die Ermittlungen dauern an.

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