Enkeltrickbetrug in Brande-Hörnerkirchen : Polizei nimmt 16-Jährigen fest

Nach mehreren versuchten Betrugsfällen konnte ein junge „Geldabholer“ gestellt werden.

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23. Juli 2014, 15:30 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | In Brande-Hörnerkirchen und Elmshorn haben sich Rentner durch Anrufe vermeintlicher, in finanzielle Not geratener Verwandte nicht betrügen lassen. Sie wussten um die „Enkeltrickmasche“ und informierten die Polizei.

Der Ablauf der versuchten Betrugsfälle war typisch für den sogenannten Enkeltrick, vor dem die Polizei immer wieder warnt. Ein Mann am Telefon gibt sich als Neffe aus, der dringend Geld braucht. So auch bei einem Rentner, der jedoch den Braten roch. Er ging geistesgegenwärtig zum Schein auf das Gespräch ein und wurde gebeten 45.000 Euro von der Bank zu holen. Ebenfalls typisch - der „Neffe“ sei verhindert und könne das Geld deshalb nicht selber abholen. Daher würde er einen Abholer schicken. Es wurde eine Geldübergabe mit dem Fremden vereinbart. Der Rentner aber hatte richtigerweise längst die Polizei eingeschaltet. Die Beamten planten den gezielten Zugriff. Tatsächlich kam der fremde Geldabholer in den kleinen Ort, um Beute zu machen. Doch dazu kam es nicht. Die Polizei sichtete den Tatverdächtigen und konnte ihn schließlich bei seiner Flucht nach Osterhorn festnehmen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Jugendlichen (16 Jahre). Die Kriminalpolizei vernahm ihn noch am Nachmittag. Danach wurde er auf freien Fuß gesetzt und einem Kinderschutzhaus überstellt. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. Wer der Anrufer war, steht bislang nicht fest.

Am selben Vormittag war die Polizei bereits zu einer Seniorin in Elmshorn geeilt. Diese hatte mitgeteilt, soeben einen merkwürdigen Anruf erhalten zu haben. Hier war eine weibliche Stimme am Telefon, die behauptete, ihre Enkelin zu sein. Die Elmshornerin blieb skeptisch. Sie beendete das Telefonat und schaltete richtigerweise ebenfalls sofort die Polizei ein.

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