Autodieb geschnappt : Polizei gibt Warnschuss ab: Nächtliche Verfolgungsjagd durch Elmshorn

Zwei Polizeiwagen verfolgten den Autodieb durch die Innenstadt von Elmshorn.
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Zwei Polizeiwagen verfolgten den Autodieb durch die Innenstadt von Elmshorn.

Unter Drogen und ohne Führerschein lieferte sich ein Autodieb im gestohlenen Pkw eine Verfolgungsjadt durch die Elmshorner Nacht. Als er den Wagen verließ, gelang den Beamten der Zugriff.

shz.de von
17. Juli 2015, 09:54 Uhr

Elmshorn | In der Nacht auf Freitag, gegen 3.30 Uhr, lieferte sich ein Autodieb in Elmshorn eine gefährliche Verfolgungsjagd mit der Polizei. Im Holzweg haben die Polizeikräfte den Mann schließlich überwältigen und festnehmen können. Der 18-Jährige war zuvor mit über 100 Stundenkilometern über Geh- und Radwege und Fahrsteifen des Gegenverkehrs gerast, hatte einen Streifenwagen mehrfach gerammt und war schließlich über die Motorhaube eines Streifenwagens hinweg geflüchtet. Im Rahmen des gefährlichen Einsatzes hat die Polizei einen Warnschuss in die Luft abgegeben.

Die Polizei sichtete den verdächtigen Ford zunächst im Mühlendamm und nahm dann die Verfolgung auf. Sofort beschleunigte der Verdächtige den gestohlenen Wagen. Mit quietschenden Reifen raste er durch eine Rechtskurve in den Steindamm und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. An der Kreuzung Hamburger Straße schoss er bei Rot über den Fahrstreifen des Gegenverkehrs nach links in Richtung Autobahn. Hier rammte der Flüchtende das Verfolgerfahrzeug, das versuchte zu überholen, zum ersten Mal. Dann raste er über eine längere Strecke über den Geh- und Radweg, wo zum Glück niemand unterwegs war. In der Zwischenzeit kam aus Richtung Hamburger Straße Verstärkung der Polizei dazu. Beim weiteren Versuch der Polizeikräfte, die gefährliche Fahrt zu beenden, zog der Verfolgte wieder bewusst in Richtung des Streifenwagens und beschädigte diesen erneut, bevor er die Flucht im Bussardweg fortsetzte.

Bei einem Überholversuch der Polizei rammte der Fahrer den Streifenwagen zum dritten Mal, um kurz darauf mit erhöhter Geschwindigkeit in ein im Holzweg parkendes Fahrzeug zu fahren, wo die Fahrt abrupt zu Ende war. In diesem Moment versperrte ein Streifenwagen gezielt die Fahrertür. Der Mann befreite sich jedoch über die Beifahrerseite, sprang über die Motorhaube eines Streifenwagens und rannte davon. Die Beamten verfolgten ihn nun zu Fuß noch über eine Strecke von 100 Metern, eh sie den Mann auf einem Privatgrundstück einholen, überwältigen und festnehmen konnten. Den Ford, den der 18-Jährige kurz zuvor in Klein-Nordende gestohlen hatte, stellten die Beamten sicher.

Die Liste der Tatvorwürfe gegen den hinreichend polizeibekannten 18-Jährigen ist lang: Autodiebstahl, gefährdung des Straßenverkehrs, fahren ohne Fahrerlaubnis, fahren unter Drogeneinfluss (dafür ist noch eine Blutprobe entnommen worden), unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, missachten von Zeichen und Weisungen der Polizei. Nach bisherigen Schätzungen liegt der Gesamtschaden, den der 18-jährige Autodieb verursacht hat, bei rund 50.000 Euro. Der Streifenwagen hat massive Schäden. Dass niemand verletzt wurde, war nach offiziellen Angaben reines Glück.

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