Um alle Funktionen nutzen zu können, bestätigen Sie bitte Ihre Registrierung.
Eine neue Bestätigungsmail erhalten Sie .
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Symbolfoto: Torben Hinz/Stadt Elmshorn

Attacke in Elmshorn : Politesse bespuckt: Falschparker rastet bei Kontrolle aus

Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes ist vorübergehend nicht dienstfähig. Die Stadt erstattete Strafanzeige gegen den Mann.


von
08. Mai 2020, 13:40 Uhr

Elmshorn | Politessen im Einsatz: Für ertappte Falschparker sind sie oft das Feindbild schlechthin. Sie werden beschimpft und beleidigt. In Elmshorn ist es am Dienstag (5. Mai) zu einem drastischen Vorfall gekommen. Ein Falschparker rastete aus. Er attackierte eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes und spuckte ihr ins Gesicht.

Die Stadt machte den Vorfall öffentlich. Sie erstattete gegen den Mann Strafanzeige wegen Körperverletzung. Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje stellte klar:

Wir bringen jeden Vorfall zur Anzeige.

Volker Hatje, Elmshorns Bürgermeister

Das gelte insbesondere für so schwerwiegende Angriffe wie den vom Dienstag. Die Stadtverwaltung möchte damit ein deutliches Zeichen der Abschreckung setzen. Denn die Intensität der Beleidigungen und Attacken gegen die Elmshorner Verkehrsüberwacherinnen habe zugenommen.

Werbung
Werbung

Falschparker will  sich rausreden

Der Übeltäter hatte laut Angaben der Stadtverwaltung sein Auto im absoluten Halteverbot an der Ecke König- und Peterstraße abgestellt. Während die Verkehrsüberwacherin das Knöllchen ausstellte, kam er mit einer Plastiktüte in der Hand aus der Fußgängerzone. Angeblich habe er nur seine Mutter abgeholt, die nicht mehr gut zu Fuß sei, so der Mann. Die Mutter saß aber während seines Ausfluges in die Königstraße schon auf dem Beifahrersitz im Auto.

Ohne Vorwarnung ins Gesicht gespuckt

Als die Politesse ihm den Strafzettel ausstellte, rastete der Mann laut Stadtverwaltung plötzlich aus. Ohne Vorwarnung spuckte er ihr mitten ins Gesicht, sodass trotz Corona-Schutzmaske Nase, Augen und Stirn getroffen wurden.

Anschließend hob er bedrohlich den Arm, den die Mitarbeiterin aber noch zur Seite drücken konnte. Aufgrund der ungeklärten Corona-Gefahr muss sich die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes nun wöchentlich testen lassen und darf vorübergehend ihren Dienst nicht antreten. Nach der Spuckattacke stellten sich gleich mehrere Personen als Zeugen des Vorfalls zur Verfügung.

Neuer Bußgeldkatalog könnte Aggressionspotenzial noch erhöhen

Die Elmshorner Stadtverwaltung fürchtet, dass es in Zukunft vermehrt zu unschönen Vorfällen in der Verkehrsüberwachung kommen könnte. Denn am 28. April ist bundesweit der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Für zugeparkte Geh- und Radwege beispielsweise werden neuerdings 55 statt 20 Euro fällig. Und Parken ohne Parkschein kostet im Schnitt rund 10 Euro mehr als bisher. Keine Frage, in den deutlich erhöhten Bußgeldern schlummert ein erhöhtes Aggressionspotenzial bei den Ertappten.

Generell sei der Ton in den vergangenen Jahren schon rauer und respektloser geworden. Häufig sei auch kein Schuldbewusstsein vorhanden, berichten die Mitarbeiterinnen aus dem Ordnungsamt der Stadt.

Elmshorn | Politessen im Einsatz: Für ertappte Falschparker sind sie oft das Feindbild schlechthin. Sie werden beschimpft und beleidigt. In Elmshorn ist es am Dienstag (5. Mai) zu einem drastischen Vorfall gekommen....

Mehr anzeigen
Mehr anzeigen
Mehr anzeigen

lEhsonrm | nosslPtiee im izntasE: Frü eerattpp rFaecphraksl ndsi ise tof dsa bidldFnie cicltnh.eshh iSe nweedr cptefihsbm dnu ebligted.i In nlomsrhE ist se ma Datgnise .(5 iM)a uz ineem cstdrniaesh rafoVll eknmgme.o Eni klaraesFprhc eattser .usa rE treacetkiat eine tnitabreeMiir des snadrsgOneumt udn ktcpseu irh sin Gsthci.e

ieD tatdS emacht edn olraflV hölfefinc.t ieS etearstett ggnee ned Mnna zretgiaaeSfn egwen neövgrerKez.rtpul rEslnshom erisrBgmeüert lekVor atjHe lteltes rka:l

iWr gnbrine ejdne fVlrola uzr eAz.negi

aDs letge esnndrieseob rüf so nrswwhedeegiec ffrAnige eiw end mov iseg.anDt Die aeavtrutdltgnSw ecmöth dmait ine tlseduiehc ehZcein dre Aerguchkbcns ntzs.ee Denn edi titnnsIäte der engigeBelundi ndu aeAtcktn egnge edi srhmEonrle shrhenicnarkeebenrwrVeü ebha engnemmu.oz

hcaFeplrkras l liw cish reuserdna

Der Ülrebettä hatte alut nbeaAng der drtualtvawgneSt ensi toAu im sotlabeun btvroHetela an rde ckEe nög-Ki dnu reteestrPaß ttebglals.e nrhdeWä dei rhVnüseeebkrahwrcire sad nKllnchöe a,tlltsseue akm re imt ieern tiaklstütPe in rde daHn asu dre gnzäguFren.ßoe hgceibnlA hbea re urn sieen tertMu ,eloatbhg die nihct herm ugt uz uFß ise, os edr nM.an ieD ertutM ßsa bare rähwend eesnis eAslugusf ni edi ößgeKanirts cnsho auf mde trfiihseBezar im toA.u

henO Vnrugrwnao sin heGscit kcgesupt

sAl die esistloeP him den eSzflttater sletuate,ls arttees erd Mnan altu gteuSrtlwdnvaat llcihötpz ua.s ehnO nwoVgarunr utkcspe er ihr nittme ins iht,eGcs aosssd zrtot otmcuS-Crnahaekszo ,aesN ugAne udn tinSr eeftrofng en.rwdu

ßenAdlhiescn bho er oldhhceirb nde mr,A nde dei rieebiMttiarn bera chon ruz eitSe üdnkcre eo.kntn gAurundf der reäkutglnen rreoaCafGhon- mssu shic edi tiabeMeirrnit esd nOuetgnrmassd unn wichtneclöh esetnt lesasn udn fard enrberoveüghd hrien tsDeni nciht at.eentnr Nach erd ackuStkeptca lttnslee hcsi ghecil emhrree esreonPn asl egenZu des Vafolrls zru unggrVeüf.

Nuree legalßdotuaBkg tknenö sAonazieglnoergstpis nhoc hreöhen

eDi nlohmerErs tvtSnlagrwdueta h,tfrücte assd es ni uZutfkn mtrehevr zu nscönhneu lorVfenlä ni rde rnhgkeüVeburawscrhe nmkemo enkötn. ennD am 8.2 rApli tis enwestdbui red euen ldBtuekolßgaga ni fKrat enr.etteg rFü augrekzpte he-G und deRwaeg ssiiepewsleeib neerwd uneisnderg 55 statt 20 ruoE ä.lgilf dUn eankPr nhoe Pcensiahrk ttosek im hcntiSt udrn 10 Eruo rhme lsa i.rsheb iKeen F,agre in end lhutidce teerhöhn nlßBeduerg lmmtuhscre nie eörthseh soaipnsAelotnegisrzg ibe dne a.ntErptpe

neleerlG ies edr nTo ni edn eennrneaggv aJnrhe csnho auerr dnu ersesolpektr redeogw.n gHäufi eis hcau enki eshcnstuduSbswiel ordnvanh,e hecbiertn dei etbiiMarnetirenn uas mde stdOngmarun der dtSat.

Kommentare

  • 09.05.2020 | 06:11 Uhr
    Lambert Gatzen

    .



    Wir brauchen gar nicht darüber reden. So eine Aktion ist nicht hinnehmbar.

    .


    Aber, kommen wir mal auf das Thema :

    derzeit reden WIEDER alle über Gelder an die Autoindustrie.
    Die Aktien / Anteile werden teils direkt oder indirekt vom Staat gehalten.
    Siehe VW, dort wird direkt gehalten.
    Oder über den Umweg von Banken, die (teils) im Staatsbesitz sind.


    Wer Autos will, egal ob Diesel oder E, wer daran kräftig verdienen will,
    der muss auch für Parkflächen sorgen.

    Der Regelfall ?
    Auto zu Hause, also Stellplatz / Garage.
    Arbeitsplatz, also Stellplatz.
    Einkauf, Behördengänge usw. also Stellplatz.

    Am Ende bedeutet das, das für jedes KFZ so in etwa 3 bis 5 Stellplätze benötigt
    werden.

    Die notwendigen Stellplätze sind nicht vorhanden.

    Wären diese Stellplätze vorhanden gäbe es auch deutlich
    weniger Verstöße /deutlich weniger Exesse.


    .

jetzt zu shz.de