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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 00:17 Uhr

Elmshorner Hafen : Plan: Hotel an der Krückau

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bekommt Elmshorn ein neues Hotel? Zumindest ist dies der Wunsch der Stadtplaner. Der Rahmenplan für das Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen sieht neben Einzelhandel-, Büro- und Praxisflächen, einem neuen Rathaus und etwa 600 Wohnungen auch die Ansiedlung eines neuen Hotels in dem Innenstadtareal vor. Favorisierter Standort: Das westliche Nordufer der Krückau neben der neuen Hafenspange.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Alles neu am Hafen – die ersten Bauarbeiten beginnen noch in diesem Jahr. Vor allem geht es um das Nordufer. Direkt vis à vis der Käpten-Jürs-Brücke soll auf etwa 8600 Quadratmetern Fläche Raum für Wohnungen, Dienstleistungsfirmen, Gastronomie und Hotel-Nutzung entstehen. Es wird allerdings der gesamte Bereich zwischen Hafenbecken im Süden und Wedenkamp im Norden, der Hafenspange im Westen und der Parkplatte sowie dem zukünftigen Skulpturenpark im Osten umgestaltet.

Das zu bebauende, 8600 Quadratmeter große Grundstück innerhalb des Areals ist fast so groß wie das Kibek-Gebiet an der Reichenstraße mit dem Hochhaus und Platz für den Neubau von etwa 120 Wohnungen. Die Fläche an der Krückau ist in städtischem Besitz und soll an einen oder mehrere Investoren verkauft werden. Damit könnten auch die 25 000 Euro Gutachterkosten für eine Hotelansiedlung wieder zurück in die Stadtkasse fließen.

In dem gesamten Planungsbereich sind lediglich das etwa 1000 Quadratmeter große Eckgrundstück Hafenspange/Wedenkamp (Gebrauchtwagenhandel) und die Parkplatte noch in privatem Besitz. Die Parkplätze auf zwei Ebenen – ein Baukörper von streitbarem architektonischem Reiz – würden die Planer am liebsten abreißen, doch eine Einigung mit den Eigentümern gibt es bislang nicht. „Wir haben die langfristige Hoffnung, dass man hier eine Lösung finden wird“, so Silke Faber, Leiterin des Elmshorner Amtes für Stadtentwicklung. Die graue Parkpalette würde ansonsten zwischen dem Skulpturenpark und dem Neubaubereich direkt an der Promenade liegen.

Die Stadt und die Stadtwerke Elmshorn als Hafenbetreiber beginnen noch in diesem Jahr mit der etwa vier Millionen Euro teuren Sanierung der Spundwand und des Nordufers. Eine Promenade soll zukünftig von der Wedenkampbrücke entlang des künftigen Skulpturenparks vorbei an dem zu bebauenden Grundstück bis zur Klappbrücke und den neuen Hafenplatz führen. Die Promenade ist dann später Teil des Krückauwanderwegs.

Das Nordufer wird von den Planern für einen Hotel-Bau als „bevorzugter Standort“ gesehen. Eine Ansiedlung wäre aber auch in anderen Bereichen des Sanierungsgebiets möglich, zum Beispiel am Buttermarkt, wo auch das neue Rathaus entstehen soll. Allerdings läge ein Hotel an der Hafenspange und der Krückau direkt an der Nord-Süd-Verbindung durch die Stadt, am Kai des Hafens, an der Promenade sowie an den beiden Fahrradfernwanderwegen. Der Standort wäre trotzdem zentral und böte einen Blick über den Hafen und auf die Klappbrücke sowie die industrielle Backstein-Architektur der Köllnflockenwerke.

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