Plan: 1000 Parkplätze für Pendler

Walter Sauermilch (von links), Peter Kruse und Thomas Wehrmann von der offenen Planungsgruppe haben ihr Parkkonzept vorgestellt, um Pendler aus der City raus zu halten.
Walter Sauermilch (von links), Peter Kruse und Thomas Wehrmann von der offenen Planungsgruppe haben ihr Parkkonzept vorgestellt, um Pendler aus der City raus zu halten.

Vorstoß von „Augen auf Vorm Stegen“

von
20. November 2018, 17:07 Uhr

Pendler raus aus der Innenstadt – das ist die zentrale Forderung der offenen und unabhängigen Planungsgruppe „Augen auf Vorm Stegen“. Und die wird von Thomas Wehrmann, Walter Sauermilch und Peter Kruse auch mit ganz konkreten Vorschlägen unterfüttert. Wichtig für die Planungsgruppe: Der Parkverkehr muss gelenkt und im gesamten öffentlichen Raum der Innenstadt kostenpflichtig werden. „Notwendig ist dafür die Abtrennung und Zusammenfassung des Pendleraufkommens in der Nähe des Bahnhofs“, betont Wehrmann.

Die täglich zirka 1000 Pendler, die vor allem in der Nähe des Bahnhofs Parkplätze suchen, sollen gezielt in Parkhäuser geleitet werden. Die öffentliche Garage am Steindammpark mit ihren 250 Stellplätzen soll ausschließlich für Pendler aus Hauptrichtung Ost zur Verfügung stehen. Eine direkte Zufahrt vom Mühlendamm mit einer Brücke hinter dem Restaurant „Auszeit“ müsste geprüft werden.

Eine neue Hochgarage mit 500 Stellplätzen soll an der Kleiststraße hochgezogen werden. Die Zufahrt erfolgt von der Kleinen Gärtnerstraße für Pendler aus Hauptrichtung Nord. Zudem schlägt „Augen auf Vorm Stegen“ vor, 250 Stellplätze in der öffentlichen Garage am EEC für Pendler aus Hauptrichtung Westen zu reservieren. „Das sind 1000 Pendler-Stellplätze, die die Innenstadt auf Dauer entscheidend entlasten“, sagt Sauermilch. Positiver Nebeneffekt für die Planungsgruppe: Die im Rahmenplan Krückau–Vormstegen vorgesehenen Pendler-Stellpätze an der Berliner Straße können komplett entfallen.

Die Planungsgruppe hofft, dass das von der Stadt in Arbeit befindliche Parkraumkonzept für die Elmshorner Innenstadt noch dieses Jahr vorgestellt wird. „Alle Parkplätze im öffentlichen Raum der City müssen bewirtschaftet werden“, fordert Wehrmann. Mit der Nähe zum Bahnhof müsse der Preis steigen. Zwei Maximen seien wichtig: Parken im öffentlichen Raum muss teurer sein als ein Stellplatz im Parkhaus. Und das Parkhaus muss wiederum teurer sein als die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen