Pirates gelingt Revanche

Nicht zu stoppen: Runningback Khairi Dickson (rechts) wusste sich trotz harter Attacken auf den Beinen zu halten und erzielte vier der fünf Touchdowns der Elmshorn Fighting Pirates.
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Nicht zu stoppen: Runningback Khairi Dickson (rechts) wusste sich trotz harter Attacken auf den Beinen zu halten und erzielte vier der fünf Touchdowns der Elmshorn Fighting Pirates.

American Football: Die Elmshorn Fighting Pirates schlagen die Rostock Griffins 35:28

shz.de von
12. August 2018, 18:04 Uhr

Es war kein glanzvoller Sieg, aber nach dem 35:28-Erfolg (7:7, 21:14, 0:0, 7:7) der Zweitliga-Footballer der Elmshorn Fighting Pirates gegen die Rostock Griffins stand eines unzweifelhaft fest: Die große Revanche nach der unglücklichen Hinspielniederlage in Rostock mit 32:35 durch ein Fieldgoal in den letzten Sekunden war geglückt.

Pirates-Headcoach Jörn Maier wirkte deshalb auch sichtlich zufrieden nach dem Sieg, spielerisch erkannte er aber einige Schwächen: „Es war schon sehr schwer nach der fünfwöchigen Sommerpause ohne Football. Meine Mannschaft muss erst wieder ihren Rhythmus finden. Es hat sicherlich nicht alles geklappt, aber kämpferisch war es in Ordnung. Das wichtigste war heute der Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten.“

Der 19. Heimsieg in Folge war damit perfekt, und natürlich hatte in der Offense das Starduo der Elmshorner, Quarterback Justin Alo und Runningback Khairi Dickson, gewaltigen Anteil daran. Immer wenn es brenzlig zu werden schien, zeigten die beiden Football der Extraklasse. Vier Touchdowns von Dickson gegen die zweitbeste Abwehr der Liga und starke Pässe und in wichtigen Phasen auch gute Läufe von Alo sorgten für die entscheidenden Punkte zum Sieg.

„Klar haben wir mit Khairi Dickson den vielleicht besten Spieler auf dieser Position in Deutschland, doch unsere Offense ist dennoch nicht leicht auszurechnen. Wir haben viele Optionen auf dem Feld, um den Gegner unter Druck zu setzen“, erklärt Coach Maier.

Besonderes Lob vom Trainer bekam diesmal Miguel Boock, der auf der für ihn ungewohnten Position des Linebackers antrat. Er vertrat den Amerikaner Ty Parsons, den es aus privaten Gründen zurück in seine Heimat zog. „Für mich ein klares Upgrade, da mache ich mir gar keine Gedanken“, so der Elmshorner Coach.

Etwas auf die gute Stimmung drückte jedoch die anhaltende Verletzungsmisere bei den Pirates. Diesmal erwischte es schon nach fünf Minuten Wide Receiver Philipp Schulz, der sich bei einem harten Zweikampf das Knie verdrehte und nicht mehr weiterspielen konnte. „Das Knie ist etwas wackelig, es könnte ein Kreuzbandriss sein. Hoffentlich bestätigt sich das nicht“, erklärte der sichtlich frustrierte Schulz. Kurz vor dem Ende erwischte es auch noch Runningback Nico Nowak, der mit einem Wadenbeinbruch mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren wurde.

Drei Spiele bleiben den Pirates bis zum Saisonende, um vielleicht doch noch die Düsseldorf Panther von Platz eins zu verdrängen. Doch das Wort Meisterschaft nimmt Coach Maier ungern in den Mund: „Wir spielen zwar noch gegen Düsseldorf, sind aber auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen. Wir müssen erst einmal unser nächstes Spiel gegen Langenfeld gewinnen“.

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