zur Navigation springen

Pilzbefall: Ulmen vor der Bismarckschule müssen fallen

vom

Elmshorn | Für zwei Ulmen in der Bismarckstraße kommt jede Hilfe zu spät: Sie sind abgestorben. Der Übeltäter ist ein alter Bekannter, wie Thomas Miller vom Flächenmanagement der Stadt Elmshorn berichtet. "Die Bäume waren vom Ulmensplintkäfer befallen", so Miller.

Die kleinen Käfer bauen sich Brutsysteme in der Baumrinde, dabei bevorzugen sie Ulmen. Allein das wäre nicht dramatisch, doch der Käfer überträgt dabei die Sporen des Schlauchpilzes. Und der ist für viele Bäume tödlich, da er selten rechtzeitig bemerkt wird. "Der Pilz verstopft die Leitbahnen, die Bäume sterben an Wassermangel", erklärt Miller. Kein neues Problem: Seit den 1960er Jahren ist der Pilz, der aus Amerika stammt, in Europa verbreitet. Schon 1987 mussten zahlreiche große Ulmen in der Fritz-Reuter-Straße gefällt werden, erinnert Miller. Mittlerweile ist der Pilz jedoch eine echte Bedrohung für die Ulmen in Europa geworden.

Mit dem Wegfall der beiden Bäume vor der Bismarckschule wird es noch weniger Ulmen in Elmshorn geben - die seien ohnehin rar, sagt Miller. Ein großes Exemplar findet sich in der Ollnsstraße, nahe der Schöneich-Carolath-Straße, "manchmal kränkelt sie etwas, aber bislang hat sie sich immer wieder gefangen", sagt Miller.

Die beiden Bäume, die nun gefällt werden sollen, waren übrigens Wildwuchs, der geduldet wurde. Womöglich waren sie 20 bis 25 Jahre alt, schätzt der Experte. Jetzt soll ein Fachbetrieb sie fällen.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen