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Elmshorner Nachrichten

21. September 2017 | 03:33 Uhr

Elmshorn : Pflanzaktion mit Mehrfach-Sinn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die EBS und die Berufliche Schule Elmshorn organisieren eine gemeinsame Aktion mit dem Nabu. Über 1000 Jungpflanzen wurden gesetzt.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Elmshorn | Der Wind pfeift über die Wiesen und schwere Wolken ziehen über den Himmel, doch die Schüler des neunten Jahrgangs der Elsa-Brändström-Schule (EBS) haben an diesem Tag Glück. „Perfektes Wetter zum Pflanzen“, sagt Dietmar Nass, Abteilungsleiter für Agrarwirtschaft an der Beruflichen Schule Elmshorn. Auszubildende zum Landschaftsgärtner beteiligen sich an der Aktion gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Leonhard Peters. Mit dabei ist auch der Naturschutzbund Elmshorn (Nabu), auf dessen Flächen die Schüler die jungen Pflanzen in die Erde bringen. Im mittlerweile vierten Jahr organisiert die EBS in Zusammenarbeit mit dem Nabu die Pflanzung.

Das Projekt hat seinen diesjährigen Beginn schon vor dem Tag im Krückautal gefunden, als die Azubi-Klasse zur EBS kam, um den rund hundert Schülern die Gewächse näherzubringen. „Die jungen Leute sollen ja auch lernen, woran man die Gehölze erkennt“, erklärt Nass. „Besonders, wenn keine Blätter zu sehen sind, ist die Identifikation noch schwieriger.“ Am Projekttag selbst leitet jeder Berufsschüler eine Gruppe von EBS-Schülern bei der Pflanzung an.

Die rund 1000 ausgewählten Jungpflanzen sind unter anderem Flatterulmen und Schwarzpappeln. Dabei handelt es sich um alte Baumsorten, deren Bestand sich zunehmend reduziert. Daher dient das Projekt auch der langfristigen Aufforstung. „Schleswig-Holstein ist nicht gerade reich an Wald“, erklärt Hans Helmut Dürnberg, Vorsitzender des Nabu Elmshorn. „Da freuen sich alle beteiligten Behörden und Naturschützer, wenn jemand Bäume pflanzt.“

Begeisterung findet das Projekt auch bei Kirsten Habenicht, stellvertretende Schulleiterin der EBS, und Brigitte Osthold, Mittelstufenleiterein an der EBS. „Wir wollen die Schüler hiermit an ein ökologisches Verständnis heranführen“, sagt Habenicht. Derartige Aktionen seien leider kein Teil des Lehrplans, weshalb die Lehrer auch außerhalb der Schule solche Aktionen organisieren. Die EBS-Schüler lernen an diesem Tag aber nicht nur einiges über das Pflanzen von jungen Bäumen. Auch die Einzäunung der Fläche zum Schutz vor Tieren nehmen die Beteiligten selbst vor.

Für die Berufsschüler dient die Aktion nebenbei einem konkreten Ausbildungszweck: „Durch die Vorstellung in den Klassen der EBS und die Funktion als Gruppenleiter lernen die Auszubildenden, ihr Wissen weiter zugeben“, so der Klassenlehrer Leonhard Peters.

Der Erfolg der Pflanzungen werde sich erst in den kommenden Jahren zeigen, so Dürnberg. Im ersten Jahr müssten die Setzlinge erst gegen die natürliche Konkurrenz ankämpfen, bis sie dann ab dem zweiten Jahr richtig durchschießen können.

Auch die Schüler sind begeistert von dem Projekttag. „Es macht richtig Spaß, mal etwas zu lernen und direkt praktisch anwenden zu können“, fasst eine Schülerin der EBS begeistert zusammen und wendet sich der nächsten Jungpflanze zu.

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