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Pattsituation in Bokel - Beinahe-Sensation in Hörnerkirchen

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hörnerkirchen | Zwei Überraschungen haben die Kommunalwahl im Amtsbezirks Hörnerkirchen geprägt: In Bokel hat die Bokeler Runde ihre absolute Mehrheit verloren. In Brande-Hörnerkirchen bleibt die CDU die stärkste Partei, aber bei der Zahl der direkten Stimmen hat SPD-Bürgermeisterkandidat Ulrich Konkel Amtsinhaber Siegfried Winter um 20 Stimmen abgehängt.

Kein Wunder, dass bei einem Glas Rotwein Konkel bester Stimmung war. "Das Ergebnis ist sensationell für mich", jubelte er. Immerhin haben die Genossen erstmals seit der Engholm-Ära zwei Direktkandidaten durchgebracht. Das freue ihn, auch wenn es nicht zur gänzlichen Sensation gereicht hat. Die CDU stellt mit sieben Sitzen aber immer noch die Mehrheit in der Gemeindevertretung. Die Wiederwahl von Winter dürfte damit bei der konstituierenden Sitzung sicher sein. "Die Zusammenarbeit mit der SPD läuft ja sehr gut. Insofern kann ich damit leben", sagte er. Sicherlich gebe es Enttäuschte bei der CDU nach dem Verlust eines Sitzes, "aber da gehöre ich nicht zu."

In Bokel hat die CDU (18 Prozent) mit dem Einzug von zwei Kandidaten in den Gemeinderat ihr politisches Comeback geschafft. Stimmen holte die Union hauptsächlich von der UWB, die 17,42 Prozent einbüßte und nun drei Vertreter stellt. Die Bokeler Runde (BR) um Bürgermeister Wolfgang Münster gewann alle fünf Direktmandate. Damit erhöht sich die Zahl der Gemeindevertreter von eigentlich neun auf fünf und es ergibt sich ein Patt zwischen UWB und CDU auf der einen sowie der BR auf der anderen Seite. Münster, der bei der der ersten Zusammenkunft am Donnerstag, 13. Juni, erneut zur Wahl stellen will, glaubt aber an eine einvernehmliche Lösung mit den anderen Fraktionen. Die BR hielt ihren Prozentsatz. "Wir freuen uns, dass unsere Arbeit in den letzten fünf Jahren so anerkannt worden ist", so Münster.

In Westerhorn bleiben die Machtverhältnisse unverändert. Bürgermeister Bernd Reimers (CDU) und Konrad Kreimer von der Freien Wählergemeinschaft Westerhorn äußerten sich beide zufrieden. "Es bleibt so, wie es vorher war", sagte Reimers. Auch Kreimer glaubt, dass sich "in Anbetracht der guten Zusammenarbeit" nicht viel ändern werde.

In Osterhorn waren die 100 Prozent für die Wählergemeinschaft von vornherein klar. Ein Fingerzeig für die Nachfolge des nicht erneut angetretenen Bürgermeister Friedrich Pommerening muss es nicht unbedingt sein, dass Florian Bornholdt mit 102 Stimmen das beste Ergebnis der fünf Direktkandidaten erreichte.

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