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Tag der offenen Tür : Patientenfunk vor 25 Jahren gegründet

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nach einer Modernisierung gibt es morgen einen Tag der offenen Tür. Auch neue Mitstreiter werden gesucht.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 11:45 Uhr

Elmshorn | Nach dreijähriger Modernisierungsphase startet das Krankenhausradio Elmshorn mit neuem Konzept, neuem Gesicht und neuem Klang. Die Macher laden dafür für morgen zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 9 bis 13 Uhr begrüßt das Radio seine Gäste zur Wiederöffnung im Elmshorner Klinikum.

Das Radio stellt an diesem Tag das neue Konzept und die Möglichkeiten vor, die sich nun nach der Umbauphase für den Patientenfunk ergeben. „Das Studio war technisch in die Jahre gekommen. Jetzt ist die Sendetechnik digitalisiert und die Patienten können das Geschehen auch im Studio vom Zimmer aus auf einem Monitor beobachten“, sagt Jens Kelting, der mit vier weiteren ehrenamtlichen Radiomachern den Patientenfunk in Elmshorn ermöglicht. Der Live-Blick in das Studio im Keller der Klinik ist ständig möglich, auch dann, wenn gerade mal nichts gesendet wird.

Die Sendungen sollen dauerhaft laufen. Sind sie einmal produziert, werden sie wiederholt. „Je mehr wir produzieren, um so vielfältiger wird unser Programm.“ Inhaltlich möchten Kelting und seine Kollegen ein Kontrastprogramm zu den Angeboten der öffentlich-rechtlichen und der privaten Radiostationen senden. „Wir müssen uns nicht von kommerziellen Interessen leiten lassen“, so Kelting. „Wir können fast alles spielen was wir wollen.“ Das Motto: Auf die schnelle die gesunde Welle.

Das Radio wurde vor 25 Jahren, am 1. Mai 1989, gegründet. Träger von Räumlichkeiten und Grundausstattung ist das Regio-Klinikum. Weitere Finanzierungen ermöglichten ebenfalls das Klinikum aber auch Spenden und Eigenmittel der Mitarbeiter. 3500 ehrenamtliche Arbeitsstunden seien es laut Jens Kelting gewesen, die in den vergangenen drei Jahren für das neue Krankenhausradio zusammengekommen sind. Mittlerweile können die Morderatoren auf ein Archiv mit 30.000 Titeln zugreifen. Das Studio haben die Radiomacher im Laufe der Jahre zu einem sogenannten Selbstfahrer-Studio umgebaut, welches es ermöglicht, dass der Moderator alle erforderlichen Arbeiten in der Sendung selbst erledigen kann.

Laut Kelting ist der Elmshorner Patientenfunk das letzte Krankenhausradio das es noch in Schleswig-Holstein gibt. Ohnehin sind diese Angebote eine Seltenheit. Als das Programm im Klinikum in Eutin eingestellt wurde, konnten die Radiomacher aus der Krückaustadt Equipment übernehmen.

Mit der neuen Technik möchten die Radiomacher auch neue Mitstreiter locken. „Mit dem modernen Equipment ist die Arbeit auch für neue Leute interessanter, die mal Radio machen wollen“, so Kelting. Die kann der Patientenfunk gut gebrauchen.

Der Patientenfunk sendete sein Programm seit 1989 immer sonntags. Drei Jahre lang setzte das Programm nun aus. Mit der Umstellung zur digitalen Technik sind die produzierten Sendungen nun dauerhaft abrufbar. Das Programm erreicht die Hörer über Leitungen an ihren Betten. Das Radio soll für die Patienten eine Alternative zu den Angeboten der öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunksender sein.
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