Paten für junge Leute gesucht

Katrin Hunzelmann (links) und Daniela Taubenheim von 'Plan haben' würden sich über neue Patinnen und Paten auch aus Elmshorn sehr freuen.  Foto: mke
Katrin Hunzelmann (links) und Daniela Taubenheim von "Plan haben" würden sich über neue Patinnen und Paten auch aus Elmshorn sehr freuen. Foto: mke

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22. März 2011, 08:36 Uhr

Elmshorn | Eine 11-Jährige wird in der Schule immer stiller. Ein 13-Jähriger fällt in seinem Umfeld vermehrt durch aggressives Verhalten auf. Ein 18-Jähriger kommt immer weniger an seinem Ausbildungsplatz zurecht. Drei typische Fälle, in denen die Initiative "Plan haben" Paten für die jungen Menschen vermitteln könnte, um diese Schwierigkeiten und Probleme rechtzeitig aufzufangen, zu beseitigen und zu lösen - wenn, ja wenn es nur genügend ehrenamtliche Paten im Kreisgebiet gäbe.

In einem Pressegespräch auf dem Ahornhof stellten die zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen von "Plan haben", Katrin Hunzelmann und Daniela Taubenheim, ihre Organisation vor. "Wir leisten präventive Jugendhilfe", so Katrin Hunzelmann. "Zurzeit gibt es acht laufende Patenschaften für insgesamt neun Patenkinder. Seit dem Start von Plan haben im Jahr 2007 wurden insgesamt 35 Patenschaften vermittelt." Dabei trifft es der Begriff Paten"kinder" nicht ganz, denn es geht um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 27 Jahren.

Ziel ist es, berichtet Daniela Taubenheim, "den Jugendlichen bessere Entwicklungschancen zu bieten - durch Unterstützung, Begleitung und Förderung. Dabei werden aber weder die Erziehungsaufgaben der Eltern ersetzt noch gegebenenfalls nötige Therapiemaßnahmen."

Augenblicklich, so die Koordinatorinnen von "Plan haben", gäbe es im Kreis Pinneberg Anfragen für 19 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren. Und genau deshalb werden neue Patinnen und Paten geradezu händeringend gesucht.

Diese Funktion übernehmen können Erwachsene, die bereit sind, sich für die Kinder oder Jugendlichen zu engagieren; selbstsicher, einfühlsam und konfliktfähig sind; zuverlässig mindestens einmal in der Woche drei bis vier Stunden Zeit haben; sich für mindestens ein Jahr festlegen; an einer Einführungsveranstaltung und an den monatlichen Patentreffen teilnehmen; und bereit sind, ein polizeiliches Führungszeugnis abzugeben.

Bisher wurden mit diesen Patenschaften ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht: Die Paten berichten von einer ausgeglicheneren, fröhlicheren Stimmung zuhause und in der Schule; von weniger Konflikten mit den Eltern; vom Abbau von Aggressionen; von besseren Schulnoten; von neuen Freizeitaktiväten... "Für das Engagement", meint ein Pate, "bekommt man von den Kindern ganz, ganz viel zurück!"

Wer sich für eine Patenschaft über "Plan haben" interessiert, kann unter der Telefonnummer (0 41 21) 46 31 31 06 oder unter der E-Mail-Adresse kontakt@planhaben.de Kontakt aufnehmen.

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