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Elmshorner Nachrichten

20. November 2017 | 22:23 Uhr

Osterhorn ist die Hochburg der AfD

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ergebnisanalyse: CDU holt in Bilsen mehr als 57 Prozent / Wedel ist die Stadt der Linkspartei

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 12:59 Uhr

32 Prozent der Wähler stimmten landesweit für die CDU. Ein Ergebnis, das den Christdemokraten in Bilsen vermutlich nur ein müdes Lächeln ins Gesicht treibt. Denn die kleine Gemeinde an der Grenze zum Kreis Segeberg ist die schwarze Hochburg im Kreisgebiet: 57,6 Prozent der Zweitstimmen entfielen auf die Christdemokraten. Kein Wunder, schließlich ist dort der Landtagsabgeordnete Peter Lehnert Bürgermeister. Und erfreut sich offensichtlich großer Beliebtheit. 71,7 Prozent der Wähler seiner Gemeinde wollten ihren Bürgermeister weiter vier Jahre im Landtag sehen und trugen per Erststimme dazu bei, dass er das Direktmandat im Wahlkreis Pinneberg-Nord ergatterte. Überhaupt ist es eine äußerst spannende Sache, das Landtagswahlergebnis der einzelnen Gemeinden mal ein wenig genauer zu betrachten.

Hochburg der AfD ist Osterhorn mit 9,5 Prozent. Doch auch in Bilsen hat die Partei viele Angänger: 9,2 Prozent. In Kummerfeld (7,5 Prozent) gab es ebenfalls viel Zustimmung. Den geringsten Anklang fand die AfD mit 1,9 Prozent auf Helgoland und mit 2,1 Prozent in Bevern.

Bevern (48,7 Prozent) und Heede (50,3 Prozent) sind außer Bilsen die weiteren Hochburgen der CDU. Die geringste Zustimmung bekam die Union in Elmshorn (27,3 Prozent) und Schenefeld (27,6 Prozent).

Die rote Hochburg im Kreis Pinneberg ist Seestermühe. Dort kam die SPD auf 39,1 Prozent. In Schenefeld schafften die Genossen immerhin noch 33,2 Prozent. Den geringsten Zuspruch erhielt die SPD in Groß Offenseth-Aspern mit 17,5 Prozent und Bilsen mit 18,2 Prozent.

Die FDP ist am stärksten in Ellerbek, der Heimat ihres Kreisvorsitzenden Günther Hildebrand: 19,4 Prozent gab es dort. Und auch die Quickborner wählten liberal: 15,8 Prozent. In Bilsen (3,9 Prozent) und Langeln (7,7 Prozent) hat die FDP keine große Lobby.

Die Grünen sind stark in Bokel (15 Prozent), Pinneberg (13,8 Prozent) und Prisdorf (13,6 Prozent). Weniger beliebt ist die Ökopartei in Bilsen (5,4 Prozent) und Heede (5,5 Prozent).

Wedel ist die Stadt der Linkspartei: 5,1 Prozent wurden dort eingefahren. In Elmshorn gab’s kaum weniger: 4,8 Prozent der Zweitstimmen. Den Linken die kalte Schulter zeigten die Wähler in Osterhorn (0,9 Prozent) und Seeth-Ekholt (1,1 Prozent).

Der SSW bekam den größten Zuspruch auf Helgoland, dem Wohnort des einzigen Direktkandidaten der Partei im Kreis Pinneberg, Thorsten Falke: 8,3 Prozent. In Bokel sprachen sich 3,5 Prozent der Wähler für den SSW aus. In Groß Offenseth-Aspern musste sich die von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Minderheitenpartei mit 0,5 Prozent zufrieden geben.

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