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Elmshorn : Osterfeld sorgt für Ausschuss-Ärger

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

SPD und Grüne lehnen Pläne der Verwaltung ab. Bürgermeister Volker Hatje sauer. CDU plädiert für mehr Vertrauen in die Verwaltung.

Elmshorn | Wie sollen Osterfeld und Schloßstraße gestaltet werden? An dieser Frage scheiden sich weiterhin die Geister. Während ihrer jüngsten Sitzung konnten sich die Mitglieder des Stadtentwicklungs-Ausschusses auf keinen Konsens einigen. Die von der Verwaltung vorgelegten Pläne wurden bei drei Ja-Stimmen mit sechs Nein-Stimmen abgelehnt. Bürgermeister Volker Hatje fürchtet als Folge eine Zeitverzögerung von bis zu einem Jahr und betonte, „dass hier ja auch noch andere Baumaßnahmen dranhängen“.

Die Gestaltungsplanung Osterfeld/Schloßstraße stand im Rahmen des Stadtumbaus West auf der Tagesordnung. Das Thema ist bereits seit Sommer 2015 aktuell und dürfte Politik und Verwaltung nun noch ein Weilchen beschäftigen. Was Elmshorns Bürgermeister hörbar verärgerte. „Wir sind jetzt schon in Verzug“, so Hatje. Und das bei einer „engen Taktung“. Außerdem werde man „völlig unglaubwürdig, wenn wir beim Innenministerium eine komplett neue Planung vorlegen“.

Während die Ausschuss-Vertreter der SPD das gesamte Konzept bemängelten – Hans-Joachim Seiffert sprach von „einer komplett falschen Straßengestaltung“ – stieß den Grünen eher sauer auf, dass sie bei den Planungen nicht ausreichend eingebunden gewesen wären. „Bei uns gibt es keine generelle Ablehnung“, betonte Matthias Pitzer. Aufgrund der heterogenen Meinungslage sprach Hatje von „Lübecker Verhältnissen“ und ergänzte: „Damit kann man nicht regieren.“

„Wir sollten alle mal die Kirche im Dorf lassen“, forderte Ausschuss-Vorsitzender Andreas Hahn (CDU). Das Kieler Innenministerium mache ohnehin schon sehr strenge gestalterische Vorgaben. Statt jedes Detail zu hinterfragen, solle man doch Vertrauen in die Verwaltung haben. Die Chefin des Elmshorner Amtes für Stadtentwicklung, Silke Faber, wies darauf hin, dass man für das Thema ein Fachbüro beauftragt habe. Hahn fürchtet, dass das Thema nun nicht wie angedacht am Montag im Rahmen des Ausschusses für kommunale Dienstleister diskutiert werden könne.

Ebenfalls noch keinen Beschluss fasste der Ausschuss hinsichtlich des Rathaus-Parkplatzes. Die grundsätzliche Frage lautet: Wohin mit dem Parkplatz? Die Verwaltung favorisiert eine Tiefgarage, aber auch ein Parkhaus sei denkbar. Viele Plätze in Rathausnähe kämen hingegen aus formalen Gründen nicht in Betracht. Fest steht: Benötigt wird Platz für rund hundert Fahrräder sowie knapp hundert Pkw, darunter 36 Besucherparkplätze und rund 30 für Dienstfahrzeuge.

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erstellt am 25.Apr.2016 | 12:57 Uhr

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