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Elmshorner Nachrichten

22. Oktober 2017 | 11:07 Uhr

Originell: Wasserturm zu verkaufen

vom

Jetziger Besitzer muss veräußern / Objekt für private Nutzung, aber auch als Gastronomie geeignet / Volksbank Elmshorn als Makler

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Glückstadt | Vom Spitzturm geht es auf das Dach. Und dort könnte noch eine Dachterrasse gebaut werden. Der Ausblick ist herrlich. Die Sicht geht wahlweise auf die Elbe oder über die Stadt. Eine Etage tiefer im Rondell bietet sich der gleiche Ausblick. "Der Wasserturm ist etwas Besonderes", schwärmt Dennis Borchert. Er bietet im Auftrag das Objekt für 120 000 Euro an. Es ist ein Glückstädter Wahrzeichen - ein Turm mit Geschichte.

Dennis Borchert von der Volksbank Elmshorn Immobilien hat bereits Interessenten. Denn der Wasserturm ist vielseitig nutzbar. Als Gastronomie, aber auch als Privathaus. Die Nutzfläche beträgt im Turm selbst 400 Quadratmeter, das gepflegte Grundstück ist zirka 1645 Quadratmeter groß.

Wem der Weg über die Treppe nach oben zu mühselig ist, kann wahrscheinlich einen Fahrstuhl anbauen lassen. "Der Wasserturm steht unter Denkmalschutz. Aber es gibt eine Baugenehmigung für einen Fahrstuhl, die zwar abgelaufen ist, aber wieder beantragt werden kann", erklärt Dennis Borchert. Das Gleiche gelte für eine Dachterrasse.

Der Immobilienfachmann verschweigt aber auch nicht, dass "einiges investiert werden muss". Als erstes nennt er die Fenster, dann die Dämmung und das Dach. "Gebraucht werden Liebe und Geld, um dem Wahrzeichen zu Glanz zu verhelfen."

Der Wasserturm ist ein markanter Punkt im Stadtbild. Die Stadtverordneten beschlossen am 23. Dezember 1890 nach einer längeren Debatte, den Wasserturm für 180 000 Mark bauen zu lassen. Richtfest war im November 1891, im Jahr darauf war er fertig und spielte fortan eine bedeutende Rolle in der Trinkwasserversorgung. Das Wasser aus der Elbe wurde damals über eine Holzleitung in die "Weiße Kuhle" transportiert. Als 1936 die Kaserne am Neuendeich gebaut wurde, gab es ab dann eine Trinkwasserversorgung aus Krempermoor.

Im Jahre 1965 wurde der Glückstädter Wasserturm stillgelegt. Damals hatten die damaligen Stadtvertreter Hans-Reimer Möller und Alfred Witt die Idee, dass dort ein Café entstehen könnte. 1968 wurde der Turm an Karin und Hartwig Krause verkauft. Der damalige Besitzer baute den Wasserturm um zu einem Restaurant. Dafür ließen sie ein Stockwerk abtragen, um eine Plattform zu bauen. In Folge wurde der Turm noch zweimal verkauft.

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