Elmshorn : Open-Air-Fragestunde mit Hatje

Bürgermeister Volker Hatje und zwei Passantinnen, die sich über die wachsende Krähenpopulation in der Krückaustadt beklagten.
Bürgermeister Volker Hatje und zwei Passantinnen, die sich über die wachsende Krähenpopulation in der Krückaustadt beklagten.

Erfolgreiche Open-Air-Fragestunde mit Elmshorns Bürgermeister. Hauptärgernis sind die vielen Krähen in der Stadt.

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15. Juni 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | „Elmshorn – das wollten sie immer schon wissen“ lautete das Motto einer ungewöhnlichen Open-Air-Aktion des Elmshorner Rathauses am Sonnabend zur Marktzeit. Zwischen Torhaus und Buttermarkt gab es für zwei Stunden den „Bürgermeister vor Ort“, genauer gesagt: Verwaltungschef Volker Hatje, Stadtrat Dirk Moritz und der Sachgebietsleiter für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Elmshorn, Peter Jepsen, standen bereit, Fragen, Anregungen und Kritik von Passanten aufzunehmen und gegebenenfalls darüber zu diskutieren.

Bereits im Vorfeld seiner Wahl zum Bürgermeister hatte Hatje diese Aktion angekündigt und war nun gespannt auf die Reaktion seitens der Bürger in der realen Situation– und die kam: „Wir hatten zahlreiche Gespräche an diesem Vormittag mit den unterschiedlichsten Inhalten“, erklärte Stadtrat Moritz. Viele Fragen bezüglich diverser gegenwärtiger Alltagsprobleme der Stadt wurden an die Stadtvertreter herangetragen.

Unter anderem wurde gefragt, warum der Bahnhofstunnel trotz regelmäßiger Reinigung immer dreckig wirkt, warum offensichtlich ausgediente Absperrbarken an der Ost-West-Brücke nicht entfernt würden und weshalb einige Sitzbänke neuerdings am Badepark fehlen.

Peter Jepsen (v. l.), Dirk Moritz und Volker Hatje freuten sich über ein leckeres Eis bei ihrem dialogreichen Außentermin. (Foto: Marek)
Peter Jepsen (v. l.), Dirk Moritz und Volker Hatje freuten sich über ein leckeres Eis bei ihrem dialogreichen Außentermin. (Foto: Marek)
 

Als Hauptthema stellte sich allerdings die stetig wachsende Elmshorner Krähenpopulation heraus. „Bürger aus verschiedenen Stadtteilen klagen über den Lärm und Schmutz, den diese Vögel in teilweise nicht unerheblichen Ausmaß sowohl vor ihrer Haustür als auch im Innenstadtbereich verursachen“, berichtete Hatje, der in diesem Punkt allerdings auf Grund der bestehenden Sachlage – die Tiere als auch ihre zum Nisten genutzten Bäume stehen unter Schutz – keinen entscheidenden Ratschlag geben konnte.

„Eventuell sollte die Stadt dann aber Konsequenz zeigen, und die Krähe zum Wappentier machen“, meinte eine ältere Dame augenzwinkernd, die täglich zwischen 4.15 und 21 Uhr unfreiwillig am unüberhörbaren Leben dieser Vögel in ihrer Wohnung am Flamweg akustisch teilnehmen muss. Doch trotz dieses zumindest derzeit noch unlösbaren Problems erwies sich die Open-Air-Fragestunde am Torhaus als eine insgesamt positive Angelegenheit. „Der Zulauf und die Stimmung während der Gespräche waren sehr gut.

Wir haben uns viele Notizen gemacht und werden manch eine Angelegenheit an die entsprechenden Stellen weiterleiten“, erklärte Moritz, der die Aktion insgesamt als Erfolg verbuchte. Ein Beleg für die Richtigkeit dieser Bewertung gab es noch vor Ort, denn die drei Herren vom Rathaus bekamen von einem Bürger kurz vor Ende der öffentlichen Sprechstunde jeweils ein leckeres Eis spendiert.

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