1. Dezember : Öffentlicher Adventskalender in Elmshorn: Heute leuchtet das erste Hoffnungsfenster

Hier ist der erste Stern der Weihnachtsaktion zu finden.
Hier ist der erste Stern der Weihnachtsaktion zu finden.

Die große Weihnachtsaktion läuft bis zum 24. Dezember. Lesen Sie den Text, betrachten Sie das Bild – und finden Sie Ihren Stern.

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01. Dezember 2020, 12:00 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner Markthalle als großer öffentlicher Adventskalender – analog und digital. Heute startet die große Weihnachtsaktion „Hoffnungsfenster“ von zwölf  Elmshorner Kirchengemeinden und Einrichtungen. Hinter jedem Türchen verbergen sich Text, Musik und Videos – sowie ein Bild. Es gibt einen Hinweis, wo sich der Hoffnungstern am jeweiligen Tag in Elmshorn befindet. Er wandert in der Adventszeit durch die Stadt. 24 Hoffnungsfenster für Elmshorn: Jeden Tag öffnen Sie eines, bis zum 24. Dezember, dem Heiligen Fenster. Ein Hoffnungstern wandert dabei durch die Stadt. Lesen Sie den Text, betrachten Sie das Bild – und finden Sie Ihren Stern.

In jedem Krippenspiel ist es einer der Höhepunkte: Maria und Josef kommen, erschöpft von der langen Reise, in Bethlehem an. Sie klopfen an die Tür einer Herberge und ein hartherziger Wirt weist sie schroff ab: „Es ist kein Platz bei uns. Haut ab.“ Maria und Josef klopfen dann wieder und wieder an verschiedene Türen und immer wieder ist die Antwort: „Nein, kein Platz. Schert euch weg.“

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Was in den Krippenspielen eine eindrückliche Szene darstellt, ist in der biblischen Weihnachtsgeschichte nur ein knapper Nebensatz: „… denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ Auf Herbergssuche sind Maria und Josef. Sie sind bedürftig, angewiesen auf die Menschlichkeit anderer Menschen. Bedürftig sein – das ist ein unangenehmes Gefühl. Es ist eine Situation, die wir meist zu vermeiden versuchen. Wir wollen auf eigenen Füßen stehen, unabhängig sein, niemandem zur Last fallen. Und doch ist es eine menschliche Urerfahrung, bedürftig zu sein.

Kein Neugeborenes kann leben, wenn es nicht aufgehoben ist bei Menschen, die es lieben und für es sorgen. Und auch Erwachsene tragen diese Urerfahrung in sich, sind immer wieder angewiesen auf Anerkennung und Zuwendung, erleben Situationen, in denen es alleine und aus eigener Kraft nicht mehr weitergeht. Herbergssuche, das heißt: Wo kann ich mich bergen? Wo werde ich gesehen, verstanden, geliebt?

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