Landesnaturschutzgesetz : Nur noch bis Donnerstag darf geschnitten und gesägt werden

Eine 85 Jahre alte Linde musste in der Burdiekstraße weg.
Eine 85 Jahre alte Linde musste in der Burdiekstraße weg.

"Schonzeit" beginnt: Stadt fällt kranke Bäume.

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08. März 2013, 09:50 Uhr

Elmshorn | Vielerorts sind dieser Tage noch die Motorsägen in der Stadt zu hören - es werden Bäume beschnitten oder gefällt sowie Büsche, Sträucher und ganze Knicks zurückgeschnitten. Am Donnerstag, 14. März, ist damit Schluss. Danach ist es laut Landesnaturschutzgesetz (Paragraf 27a) dann bis zum 30. September verboten, "Bäume, . . ., Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen". Nur schonende Form- und Pflegeschnitte sind erlaubt.

Auch die Stadtverwaltung Elmshorn nutzt die letzten Tage vor der "Schonzeit", um noch einige kranke Bäume zu fällen. So ist bereits eine der Linden in der Burdiekstraße abgesägt worden. Die Pflanze war etwa 85 Jahre alt und 22 Meter hoch, litt aber an dem Brandkrustenpilz. "Das ist ärgerlich", sagt der städtische Landschaftsgärtnermeister Thomas Miller. Leider gebe es kein Mittel gegen den Pilz. Er zerstöre in der Wurzel das Innere und nicht den Rand. Deshalb sähen die befallenen Bäume auch noch gesund aus, verlören aber massiv an Standfestigkeit. Ebenfalls betroffen sind zwei Linden in der Wrangelpromenade. Und auch zwei Amberbäume mit ihrer roten Herbstfärbung sind krank und müssen in der Besenbeker Straße weg.

Im jeden Fall sind Neupflanzungen geplant. Weil aber der Pilz noch im Boden ist, wird an einigen Stellen erst nach einem Jahr für einen Ersatz gesorgt.

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