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Elmshorn : Nur mäßiges Interesse an städtischen Grundstücken

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kritik von der CDU am Vorgehen der Verwaltung.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Grundstücksverkäufe nicht zum marktüblichen Preis, sondern gegen Höchstgebot. Fette Einnahmen, um den angeschlagenen Haushalt zu entlasten. Die Idee der Elmshorner Politik, mit der neue Wege in der Haushaltspolitik beschritten werden sollten, klang bestens. Doch bislang, so die Erkenntnisse der CDU, ist die Bilanz ernüchternd. Das Interesse sei nur mäßig.

Konkret handelt es sich um fünf Grundstücke, Parkplätze und Grünflächen. Die Flächen befinden sich in der Högertwiete, im Heussweg, im Teichweg und auf Köhnholz an der Ecke zur Ernst-Barlach-Straße. Das Grundstück Köhnholz kann laut Stadtverwaltung sogar mit einem Mehrfamilienhaus bebaut werden.

Die CDU wollten nun im Ausschuss für Kommunale Dienstleister wissen, wie groß die Nachfrage nach den Grundstücken ist. Doch die Verwaltung konnte nur von mäßigem Interesse berichten. „Wie kann es sein, wo mir doch jeder erzählt, dass Einfamilienhäuser und Baugrundstücke für individuelle Bauten in Elmshorn knapp bis selten sind“, wundert sich CDU-Fraktionsvorsitzender Immo Neufeldt. „Wir haben starke Zuzüge aus Hamburg und dem Umland. Erwartungsgemäß müssten die Interessenten Schlange stehen, zumal es sich um nachgefragte Wohnlagen handelt," meint er.

Auch Bürgermeister Volker Hatje räumt ein, eine größere Nachfrage erwartet zu haben. 130 Interessenten hätten sich Unterlagen über die Angebote zuschicken lassen. „Ganz schlecht ist das aber nicht“, meint Hatje. Möglicherweise sei das Verfahren, Grundstücke per Höchstgebot zu veräußern, für viele potenzielle Käufer ungewohnt. Konkrete Kaufangebote müssen die Interessenten vom 25. September bis zum 2. Oktober einreichen. „Mal sehen, was da kommt“, so Hatje.

Für Neufeldt ist der Grund für die geringe Nachfrage klar: „Vielleicht ist eine Verkündung über die Homepage der Stadt nicht das richtige Mittel für die Vermarktung. In den üblichen Immobilienportalen kann man die Grundstücksangebote nicht finden. Hier sollte dringend nachgebessert werden.“ Auch der Bürgermeister war davon ausgegangen, dass die Angebote in Immobilienportalen veröffentlicht würden. Davon hatte das Flächenmanagement der Stadt aus Kostengründen jedoch abgesehen, wir Neufeldt mitgeteilt wurde. Nun wird im Rathaus umgedacht. „Wir prüfen, ob wir es zeitlich noch schaffen, die Angebote bei den Immobilienportalen reinzustellen. Wenn es geht, werden wir es machen“, sagt Hatje.

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