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Nach dem Strom-Blackout : Notfallplan erst in Arbeit

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Stromausfall in Elmshorn hatte Auswirkungen bis nach Norderstedt. Die Kreisverwaltung alarmierte die Einsatzkräfte. Das Krankenhaus war nicht in Gefahr.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Nach dem stadtweiten Stromausfall in Elmshorn ist klar, dass es auch an der Krückau schnell zu einem Blackout kommen kann. Der Kreis Pinneberg ist bereits seit geraumer Zeit dabei, einen Sonderplan für solch einen flächendeckenden Stromausfall zu entwickeln. Zum Glück – denn die Verwaltung konnte gestern erstmals auf Konzepte zurückgreifen und so die Versorgung von funktionsrelevanten Einrichtungen sicherstellen.

Nachdem gestern um 13.32 Uhr ein so genannter Hubsteiger einen Kurzschluss in der Hochspannungsleitung am Hasenbusch verursachte, blieb halb Elmshorn danach im Dunkeln. Vor allem der Osten der Gemeinde war von dem Blackout betroffen. In den anderen Quartieren der Stadt und Gebieten des Umlandes flackerten die Lampen, Computer starteten wie von Geisterhand neu, Telefonanlagen fielen aus, etliche Sicherungen lösten aus. Sogar in Norderstedt registrierten Einwohner Stromschwankungen. Allerdings dauerte der Schreck dort nur wenige Sekunden.

Der Kreis Pinneberg löste Alarm aus, da zunächst von einem flächendeckenden Problem auszugehen war. Notstromaggregate von THW und Feuerwehren des Kreises wurden nach Elmshorn gekarrt, die Leitstelle wurde personell aufgestockt. „Das haben wir vorsorglich gemacht, da wir nicht wussten, wie lange der Ausfall dauert“, erklärte Marc Trampe, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Ein Ergebnis erster Gespräche zum genannten Sonderplan, so Trampe. Polizisten regelten den Verkehr, da vielerorts die Ampelanlagen ausfielen. Eine Art Ausnahmezustand herrschte in weiten Teilen der Stadt.

Die Stadtwerke Elmshorn suchten derweil fieberhaft nach der Ursache des Stromausfalls. Mit dem Netzbetreiber SH-Netz AG fand man die Ursache – der Kurzschluss im Hasenbusch. Infolgedessen wurde das Umspannwerk der Stadtwerke an der Daimlerstraße vom Netz genommen. Erst gegen 14 Uhr lieferte SH-Netz wieder Energie nach Elmshorn. Sodann fingen die Stadtwerke an, sukzessive den Strom dort wieder zuzuschalten. Das sei eine technisch heikle Angelegenheit, so Werkleiter Sören Schuhknecht. Zunächst müsse der Strom komplett gekappt werden. Erst anschließend würden einzelne Bereiche nacheinander wieder angeschaltet. „Macht man alles auf einmal, knallt es erneut“, so Schuhknecht.

Im Elmshorner Krankenhaus griff der Notfallplan sofort nach Wegfall des Stroms. Die Aggregate liefen problemlos an. Niemand war zu irgendeinem Zeitpunkt gefährdet, erklärte Pressesprecher Sebastian Kimstädt.

Gegen 15.30 Uhr meldeten die Einsatzkräfte Entwarnung. Aus den Steckdosen floss wieder Strom. Nur wenige Haushalte mussten länger ohne auskommen. THW und Feuerwehr rückten wieder ab. Abgesehen von leichten Autounfällen auf den Straßen sind Menschen nicht zu Schaden gekommen.

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