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Promotionsrecht : Nordakademie kritisiert Bundesregierung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Elmshorner Hochschule fordert ein Promotionsrecht und ein Gesetz gegen Korruption.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2014 | 09:32 Uhr

Elmshorn | „Es ist ein Armutszeugnis der Bundesregierung, in einer Reihe zu stehen mit Staaten wie Syrien, Nordkorea, Somalia und wenigen anderen.“ Scharfe Worte aus Elmshorn in Richtung Berlin. Professor Dr. Stefan Behringer – seit zweieinhalb Monaten Präsident an der Nordakademie – zeigt der bundesdeutschen Regierung die Gelbe Karte. Erst mit zehn Jahren Verspätung soll ein Gesetz gegen Korruption bei Volksvertretern erarbeitet werden. Zu spät, meint der Experte. Im Interview mit den Elmshorner Nachrichten äußert sich der Neue an der Spitze der Elmshorner Hochschule nicht nur kritisch, sondern auch lobend zur Zukunft von Lehre, Wissenschaft und Politik im Norden.

Frische Sichtweisen, neue Impulse: Professor Dr. Stefan Behringer wird als neuer Präsident der Elmshorner Hochschule Nordakademie einen Generationenwechsel durchführen. Im 21. Jahr der von der Wirtschaft finanzierten privaten Einrichtung soll die Schule „erwachsen werden“. Behringer forciert dazu neben dem Ausbau der Lehre vor allem ein Engagement der Akademie in die Forschung.

Ein Grund für die steigende Bedeutung der wissenschaftlichen Tätigkeit ist das Bekenntnis der Kieler Bildungsministerin Waltraut Wende (parteilos), auch Hochschulen zukünftig den Zugang zum Promotionsrecht zu gewährleisten. „Promotionsrechte sind überfällig, da Hochschulen heute einen erheblichen Beitrag zur Wissenschaft leisten“, sagt Behringer.

Behringer will so die bundesweit mehrfach als Spitzenstudien-Einrichtung ausgezeichnete Nordakademie noch mehr nach vorn bringen. Aber nicht mit Gewalt: „Wir brauchen keine Revolution, sondern müssen dafür sorgen, dass wir an der Spitze bleiben.“

Das komplette Interview lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Elmshorner Nachrichten – gedruckt oder als ePaper.
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