Nordakademie kooperiert mit China

Die chinesische Delegation wurde auf dem Campus von Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (rechts) und den Verantwortlichen der Nordakademie, Christoph Fülscher (Zweiter von rechts), Professor Dr. Lars Binckebanck (Dritter von rechts) und Professor Dr. habil. Stefan Behringer (Vierter von rechts), begrüßt.
Die chinesische Delegation wurde auf dem Campus von Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (rechts) und den Verantwortlichen der Nordakademie, Christoph Fülscher (Zweiter von rechts), Professor Dr. Lars Binckebanck (Dritter von rechts) und Professor Dr. habil. Stefan Behringer (Vierter von rechts), begrüßt.

Hochschule für Wirtschaft und Zhejiang University of Science and Technology beschließen Zusammenarbeit

shz.de von
17. Juni 2019, 15:58 Uhr

Elmshorn | Das gehört wahrlich nicht zum Alltagsgeschäft: Elmshorns Bürgermesiter Volker Hatje (parteilos) begrüßte eine Delegation aus China auf dem Campus der Nordakademie. Die Hochschule für Wirtschaft mit Sitz in Elmshorn und Hamburg und die Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) wollen in Zukunft bei der Durchführung und Entwicklung dualer Studiengänge zusammenarbeiten.

Mit dieser Kooperation rücken China und Norddeutschland bei der praxisnahen Ausbildung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte enger zusammen. Christoph Fülscher, Vorstand der Nordakademie, und Professor Dr. Zhao Dongfu, Präsident der ZUST, unterzeichneten jetzt eine strategische Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Hochschulen. Neben dem Austausch von Studierenden oder Dozenten sollen Möglichkeiten für die Entwicklung gemeinsamer dualer Studiengänge sowie der Aufbau eines gemeinsamen Instituts für duale Studiengänge geprüft werden.

„Ich freue mich, wenn diese Partnerschaft mit Leben erfüllt wird“, sagte Elmshorns Bürgermeister. „Dass junge Menschen gemeinsam mit anderen Kulturen lernen, ist enorm wichtig.“ Zudem sei diese chinesisch-deutsche Zusammenarbeit „ein wichtiger Schritt für die Völkerverständigung“.

Schleswig-Holstein und
die chinesische Region Zhejiang pflegen seit 30 Jahren eine enge Partnerschaft. Erst Ende Mai empfing Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) den ranghöchsten Politiker von Zhejiang, Parteisekretär Jun Che, in Kiel.

Für die Nordakademie als Hochschule der Wirtschaft ist ein Zusammenrücken mit der zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt in vielfältiger Weise sinnvoll. „Wir sind überzeugt, auf dieser Basis die Internationalisierung unserer Hochschule weiter ausbauen zu können“, sagte Vorstand Christoph Fülscher. Und: „Wir möchten einen Beitrag leisten, dass die Studierenden als künftige Führungskräfte China besser kennen lernen können.“

Immerhin sind Deutschland und China die größten Handelspartner ihrer Weltregion. Täglich tauschen die beiden Länder Waren im Wert von fast einer halben Milliarde Euro aus. Im Hamburger Hafen werden sieben Mal so viele Container aus China umgeschlagen wie aus den USA. Auch Nordakademie-Präsident Professor Dr. habil. Stefan Behringer zeigte sich angetan: „Es ist eine große Ehre, dass eine renommierte Hochschule wie die ZUST, die zehnmal so groß ist wie unsere, an unserem Know-how interessiert ist.“

Die Nordakademie ist mit rund 2000 Studierenden eine der größten privaten Hochschulen mit Präsenzlehre in Deutschland. Sie bietet fünf duale Bachelor- und elf berufsbegleitende Masterstudiengänge an. China möchte duale Studiengänge nach deutschem Vorbild einrichten Die ZUST wurde als eine von fünf Pilothochschulen vom chinesischen Bildungsministerium ausgewählt, duale Studiengänge nach deutschem Vorbild einzurichten.

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