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Elmshorner Nachrichten

11. Dezember 2017 | 11:11 Uhr

Grüne : Nicht immer gegen alle

vom

Stadtverordnete fällten zahlreiche Entscheidungen bei der letzten Kollegiumssitzung vor der Wahl einstimmig.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 09:21 Uhr

Elmshorn | Die Politiker der Wählergemeinschaft Elmshorn (WGE)/Die Grünen setzen im Wahlkampf offenbar auf die Kraft des Gegenwinds: Mit der Ablehnung der Videoüberwachung am Bahnhofstunnel und auf dem Holstenplatz haben sie sich während der letzten Stadtverordnetensitzung vor der Kommunalwahl am 26. Mai ein weiteres Mal gegen die Auffassungen der anderen drei im Rathaus vertretenden Fraktionen gestellt (wir berichteten).

Die WGE/Die Grünen, die sich dieses Jahr erstmals in Elmshorn als reine "Grüne" (also ohne den Zusatz WGE) zur Wahl des neuen Stadtverordnetenkollegiums stellen, sind auch bei zwei weiteren Themen gegen die Mehrheitsauffassung aus SPD, CDU und FDP: Sie unterstützen nicht wie alle anderen drei Parteien den Elmshorner Stadtrat Volker Hatje als Bürgermeisterkandidaten und sie hatten sich gegen den Neubau eines Rathauses und für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes als Verwaltungssitz ausgesprochen.

Allerdings trugen die fünf Vertreter der Fraktion der WGE/Die Grünen während der jüngsten Kollegiumssitzung alle anderen anstehenden Entscheidungen mit, die dann - eben mit Ausnahme der Freigabe der Gelder für die Videoüberwachung - einstimmig fielen. Dazu gehörten die Änderung des Bebauungsplans (B-Plan) 75 und der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan 173.

Beim B-Plan 75 handelt es sich um den ehemals für die Besucher der Trabrennbahn gebauten Parkplatz entlang der Straße Köhnholz. Wie berichtet, soll auf einem Teil der im städtischen Besitz befindlichen Fläche eine Wohnbebauung ermöglicht werden.

Beim B-Plan 173 geht es vornehmlich um den früheren Park am alten Krankenhaus, der heutigen Seniorenresidenz Lindenpark (Esmarchstraße). Wie berichtet, sollen auf dem in Privatbesitz befindlichen Parkgelände Mehrfamilienhäuser gebaut und die restlichen Flächen als Parkanlage für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Andreas Hahn (CDU) erläuterte als Vorsitzender des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung vor der Abstimmung noch kurz beide Projekte. Besonders ging er noch einmal auf den "nicht so leichten B-Plan" 173 ein. Hahn hob hervor, dass es sich Elmshorns Politiker mit der Bebauung im alten Parkgelände nicht leicht gemacht hätten. Angesichts der Tatsache, dass es sich um privaten Grund handele, habe man mit dem Bauherren einen annehmbaren Kompromiss vereinbaren können. Alle Bäume seien, so der Ausschussvorsitzende, von Fachleuten begutachtet und die meisten wertvollen alten Pflanzen erhalten geblieben. Der Bauherr hätte seine Pläne mehrfach den Wünschen der Politiker angepasst. Es habe Ortsbesichtigungen, viele Gespräche und zahlreiche Diskussionen im Ausschuss gegeben.

Neben einer "moderateren Planung" habe der Grundbesitzer sich auch verpflichtet, den Park herzurichten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So könne jetzt der Investor einerseits noch wirtschaftlich arbeiten und andererseits könnten Kindergruppen, Altenheimbewohner und Besucher sowie Anwohner und Spaziergänger später einen Großteil der Flächen wieder nutzen. "Alle, glaube ich, können zufrieden sein", stellte Hahn fest, bevor der Beschluss dann einstimmig gefasst wurde.

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