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Vier-Sterne-Niveau : Neues Tagungshotel für Tornesch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach dem Abriss von Krögers Gasthof will Semmelhaack aus Elmshorn 150-Betten-Haus bauen. Firma investiert Millionen.

Tornesch | Tornesch rüstet weiter auf. Keine Stadt im Kreis Pinneberg wächst so stark wie die Kommune an der A23. Ein Neubaugebiet schließt sich an das nächste an. Etliche namhafte Firmen haben mittlerweile ihren Sitz im Gewerbegebiet Oha. Nun bekommt die Stadt auch noch ein Tagungshotel. Dort, wo derzeit Krögers Gasthof steht, wird im kommenden Jahr ein Hotel mit bis zu 150 Betten errichtet. Bauen wird es das Elmshorner Wohnungsunternehmen Semmelhaack.

„Wir planen ein Hotel“, bestätigte Torneschs Bürgermeister Roland Krügel unserer Zeitung. Die etwa 3,5 Hektar große Fläche liegt an der Ahrenloher Straße, der Einfallstraße zum Tornescher Zentrum. Zum Autobahnanschluss sowie zum Gewerbegebiet Oha ist es ein knapper Kilometer. Vor allem die Nähe zum großen Gewerbegebiet macht den Standort so attraktiv, weiß Krügel. „Es soll deshalb ein Tagungshotel entstehen,“ sagt er. Gedacht sei dabei vor allem an große Firmen wie Hellermann, Hawesko oder Medac, aber auch die im Zentrum angesiedelte Altonaer Wellpappenfabrik, die alle ihre Standorte in Tornesch haben.

Die Nachfrage bei den Gewerbetreibenden sei groß, so Arne Parchent, Prokurist der Firma Semmelhaack. Vorgesehen seien Seminarräume und Wellness. Das schließe aber nicht aus, dass auch Touristen, die sich beispielsweise Hamburg ansehen wollen, dort willkommen geheißen würden.

Geplant sind laut Parchent bis zu 150 Betten. Er peilt Ende 2016 für den Baubeginn an. Zuvor müssen noch der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan erstellt werden. „Wir wollen so schnell wie möglich loslegen“, sagt Krügel.

Es soll Rücksicht genommen werden

Auch mit der Landesplanung muss sich die Stadt laut Krügel abstimmen, hat dort aber schon mal vorgefühlt. Auch auf den bisherigen Eigentümer des Gasthofs, Heinz Münster, soll Rücksicht genommen werden, sagt Parchent. Der wohnt derzeit noch in seinem Gasthof, will aber an einem neuen Standort in Tornesch investieren.

Dass das Unternehmen Semmelhaack das Hotel bauen wird, steht fest. Ob es das Haus dann auch betreiben wird, ist noch offen. Sicher ist dagegen laut Krügel und Parchent, dass es ein Vier-Sterne-Haus werden soll. Die Investitionskosten beziffert der Prokurist auf einen „hohen einstelligen Millionenbetrag“.

Demnächst sollen in Krögers Gasthof 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einziehen. Der Kreis hat einen entsprechenden Vertrag bis Ende 2016 geschlossen. Möglicherweise kann der verlängert werden. Denn die Bauarbeiten sollen erst Ende 2017 abgeschlossen sein. So lange könnte der Gasthof noch erhalten bleiben. Das Hotel wird wahrscheinlich daneben gebaut. Anstelle des Gasthofes würden dann später Parkplätze angelegt. Doch sicher ist das alles nicht. „Vieles steht noch nicht genau fest. Wir sind erst am Anfang der Planung“, sagte Parchent. Doch spätestens Ende 2017, wenn das Hotel fertig ist, kommt die Abrissbirne zum Einsatz. Dann wird der um 1850 als Schankwirtschaft Kröger eröffnete Gasthof dem Erdboden gleichgemacht.

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erstellt am 07.Nov.2015 | 10:00 Uhr

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