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Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 00:08 Uhr

Elmshorn : Neues Jugendzentrum in der City

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die türkisch-islamische Gemeinde eröffnet ihr Haus an der Biernatzkistraße. Die Einrichtung steht allen Jugendlichen offen.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 11:45 Uhr

Elmshorn | In der Elmshorner Innenstadt gibt es wieder eine Anlaufstelle für Jugendliche. Die türkisch-islamische Gemeinde Elmshorn hat ihr Jugendzentrum eröffnet. Nach dem Aus für das Kultur- und Aktionszentrum (KAZ) und das Apollo gibt es damit nun in der Biernatzkistraße eine neue Möglichkeit der Freizeitgestaltung.

„Wir sind sehr stolz. Wir haben den Bau ohne Zuschüsse komplett mit Spenden finanziert“, sagt Ali Evcil, Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde. 120.000 Euro wurden investiert. „Viele unserer Mitglieder haben kostenlos mit angepackt, sonst wäre es viel teurer geworden“, lobte er den Einsatz. Eigentlich war geplant, dass das Jugendzentrum schon vor einem Jahr eröffnet werden kann. Doch das ließ sich wegen fehlenden Gelder nicht realisieren. „Wir haben Stück für Stück gearbeitet, immer wenn wieder Geld da war“, berichtet Evcil.

Die Idee für das Jugendzentrum wurde schon vor etwa fünf Jahren geboren. „Unsere jungen Mitglieder wünschten sich einen Ort, wo sie sich treffen können“, berichtet Evcil. Der Druck der Jugend wurde immer größer, schließlich sind knapp 170 der 480 Gemeindemitglieder zwischen 14 und 27 Jahre alt, so dass schließlich im Dezember 2012 mit dem Bau begonnen wurde.

Der 140 Quadratmeter große Bau direkt neben der Moschee der Gemeinde ist nun  fertig. Das Konzept noch nicht ganz. Sicher ist aber, dass ab sofort wochentags von 12 bis 22 Uhr und an den Wochenenden von 14 bis 1 Uhr für Betreuung gesorgt ist. Betreut wird das Jugendzentrum von der Jugendgruppe der Gemeinde um deren Vorsitzende Derya Kirdas und ihren Stellvertreter Emre Evcil. Geplant ist unter anderem, dass es einmal pro Woche ein Bewerbungstraining für Jugendlichen gibt. Eines ist Ali Evcil noch wichtig zu betonen: „Das Haus steht allen Elmshorner Jugendlichen offen, nicht nur unseren Mitgliedern.“

Das Jugendzentrum ist zwar fertig. Für die Einrichtung fehlte bisher aber das Geld. So bittet die Gemeinde um Spenden. Benötigt werden Spielgeräte, aber auch ein Kickertisch, eine Tischtennisplatte oder ein Billardtisch werden gesucht. Aber auch ein großer Fernseher wird gebraucht. Schließlich sollen die Jugendlichen künftig auch gemeinsam Fußball gucken. „Das ist ein wichtiger Punkt. Wir möchten nicht, dass unsere Jugendlichen in Kneipen oder Wettbüros Fußball gucken“, betont Ali Evcil. Wer helfen will, kann sich direkt an den Vorsitzenden unter der Telefonnummer 0174-2147784 wenden.

Die türkisch-islamische Gemeinde Elmshorn wurde  1986 gegründet. 13 Jahre lang hatte sie eine provisorische Moschee in der Schulstraße. Seit dem 1999 ist die Gemeinde in der „Haci Bayram Veli Moschee“ in der Biernatzkistraße 1 zu Hause. Direkt gegenüber der Bismarckschule lädt der Vorbeter fünf Mal am Tag zum Gebet. Dabei kommen rund 30 bis 40 Gläubige zusammen. Zum traditionellen Freitagsgebet kommen dann etwa 600 bis 700 Menschen in das dreistöckige Gebäude. Die Elmshorner Gemeinde zählt mittlerweile 480 Mitglieder, damit ist sie nach Lübeck die zweitgrößte in Schleswig-Holstein. Insgesamt leben in Elmshorn etwa 5100 Menschen muslimischen Glaubens.
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