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Wildtierstation in Sparrieshoop : Neues Gehege für die Waschbären

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Aktion „Vier Pfoten“ hilft mit 6000 Euro.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2016 | 17:00 Uhr

Sparrieshoop | Sie sind Kletterkünstler und Ausbrecherkönige – Watson und Jonny, den beiden flinken Waschbären in der Wildtierstation Klein Offenseth-Sparrieshoop, ist kaum ein Baum zu hoch, kein Zaun zu glatt, um diese nicht zu erklimmen und auszubüxen – schließlich ist die weite Welt dahinter groß und die Neugierde von Waschbären immens.

Grund genug für die Tierschutzstiftung Vier Pfoten eine neue Waschbären-Voliere aufzubauen und artgerecht einzurichten. „Als Hauptsponsor der Wildtierstation spenden wir jedes Jahr 100.000 Euro für verschiedene Maßnahmen“, erklärt Anna-Lena Krebs von der Pressestelle der Stiftung für Tierschutz. „Unsere beiden Waschbären wurden als Waisen in Niedersachsen gefunden und zu uns gebracht“, ergänzt Stationsleiter Christian Erdmann (53).

Waschbären dürfen in Schleswig-Holstein nicht mehr ausgewildert werden. Da die Vermittlung der Tiere an gut geführte Wildparks deshalb immer schwieriger wird, baut die Wildtierstation mithilfe der Vier-Pfoten-Spende nun das deutschlandgrößte Gehege in Klein Offenseth-Sparrieshoop.

Die Glückstädterin Marie Töllner absolviert ihr freiwilliges ökologisches Jahr in der Tierstation – dazu gehört auch, dem neugierigen Waschbär Watson als Klettergerüst zu dienen.
Die Glückstädterin Marie Töllner absolviert ihr freiwilliges ökologisches Jahr in der Tierstation – dazu gehört auch, dem neugierigen Waschbär Watson als Klettergerüst zu dienen. Foto: Robbe

Eingezäunt und „überdacht“, soll dem kastrierten Ausbrecherpärchen hier für 6000 Euro ein gut eingezäuntes, knapp 1500 Quadratmeter großes Areal zur Verfügung gestellt werden, in dem sie – und potenzielle Neuzugänge – nach Herzenslust herumtollen können. Wasserstellen bieten den lebhaften Tieren die Möglichkeit, ihrem Namen alle Ehre zu machen und alles zu waschen, was sie in die langfingrigen Pfoten bekommen – Krebse, Muscheln, Schnecken, aber auch Fleisch, Obst oder Mehlwürmer.

„Leider werden Waschbären noch viel zu oft als Haustiere gehalten“, bedauert der gelernte Zootierpfleger Erdmann. Dort würden sie ihre Besitzer allerdings oft bis an den Rand eines Nervenzusammenbruchs treiben, da sie jeden Schrank und selbst Marmeladengläser öffnen – und den Inhalt waschbärengerecht in der Gegend verteilen könnten. Da haben es Watson und Jonny besser – sie dürfen in der freien Natur, wenn auch ausbruchssicher, leben.

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