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Berliner Straße Elmshorn : Neues Fundament für altes Haus

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ehemaliges Cita-Strom-Gebäude muss vor Verkauf von der Stadt für 430.000 Euro saniert werden.

shz.de von
erstellt am 05.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Das ist eine bittere Pille für die Stadt Elmshorn. Das alte  Industriegebäude Berliner Straße 18 muss vor dem geplanten Verkauf saniert werden. Das hat eine mit Städtebaufördermitteln finanzierte bauliche Untersuchung ergeben. Das Problem: Die Bodenplatte trägt das Hauptgebäude nicht mehr, weil sich der Boden unterhalb der Platte gesenkt hat. Und: Es ist nicht nur eine neue Bodenplatte notwendig, sondern der Untergrund – belastete Erde – muss ausgetauscht und aufgefüllt werden. Grob geschätzte Kosten: etwa 430.000 Euro. Falls als Alternative eine Pfahlgründung möglich sein sollte, könnte das Projekt etwa 130.000 Euro günstiger werden.

Erst mit einer Sanierung der Bodenplatte ist das zweigeschossige Eckgebäude an der Berliner Straße/Schlossstraße zu erhalten und für die Stadt verkaufsfähig. Wie berichtet, ist ein Investor, der den gesamten Industriekomplex nebst Kranhaus  langfristig nutzen will, bereits gefunden. Laut Rahmenplan Krückau/Vormstegen soll das Gebäudeensemble erhalten bleiben. Deshalb wird die Sanierung auch in den Maßnahmenplan 2015 für das Projekt „Stadtumbau West“ mit aufgenommen.

Die Stadt hatte  im Sommer 2013 den alten, Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten  Industriebaukomplex mit Städtebaufördermitteln gekauft. Das gesamte Ensemble hat eine Gebäudegrundfläche von 1900 Quadratmetern und steht auf einem 2900 Quadratmeter großen Areal. Das dazugehörige Kranhaus an der Schlossstraße und die Außenfläche (Urban Gardening) werden vom Freundeskreis Knechtsche Hallen genutzt.

Das Hauptgebäude, um dessen Bodenplatte es geht, steht seit vielen Jahren leer, wurde zuvor lange von der Firma Elektro-Meyn (1959-1977), zuletzt vom Elektro-Geschäft „Cita Strom“ im Erdgeschoss (bis 2010) und als Diskothek „Traumraum“ im Obergeschoss genutzt. Danach ließ der Besitzer das Haus leer stehen und verkommen.

Gleich nach dem Kauf musste die Stadt schon investieren, denn Tauben hatten sich das Haus mit den eingeschlagenen Fensterscheiben als Nacht- und Brutplatz ausgesucht. Es kostete 30.000 Euro, um insgesamt 4,5 Tonnen Taubendreck aus dem Gebäude entfernen zu lassen. Weitere 30.000 Euro gab die Stadt für den Abriss eines 1973 auf dem Areal errichteten Flachdachgebäudes aus, in dem zuletzt eine Videothek untergebracht war.

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