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Bullen auf Streife am Deich : Neues Filmprojekt aus Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Drehstart für neues Projekt von Elmshorner Filmemacher Michael Söth. Sänger der Liedertafel Kollmar mit dabei.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Seit dieser Woche hat Kollmar wieder Oldtimer fahrende „Polizeibeamte“. An einem Ferienhaus in der Schulstraße der Gemeinde hängt nun ein Schild mit der Aufschrift „Polizei Kollmar“. Im Garten davor singt der Männerchor „Wir lieben die Nordsee“ und in der Eingangstür stehen die Hauptdarsteller Christian Dabeler und René Chambalu. Sie verkörpern die älteren Hamburger Polizisten Hartmut Paulsen alias „Reverend“ und Klaus Kante, genannt „Kiez“. Sie sind nach Kollmar versetzt worden und lernen dort ein völlig neues Leben kennen. Zur Begrüßung singt der Chor. Und ein Sänger, gespielt von Rolf Selk aus Krempe, der sich über Facebook für die Nebenrolle gemeldet hat, überreicht Blumen mit den Worten: „Moin, moin, leeve Lüüd hier bi uns an den Diek. Ik wünsch ju een recht natte Tied. Hier kannst du an Dach an de Elv lang loopen und an Abend di in den Kroog besoopen.“

Die Söth Filmproduktion aus Elmshorn hat mit den Dreharbeiten zu der weltweit ersten norddeutschen Online-Krimi-Komödien-Serie „Deichbullen“ begonnen. Produzent, Autor und Regisseur Michael Söth (49) will zwischen Deichen und Schafen in der norddeutschen Tiefebene sein neues Filmprojekt realisieren.

Der Filmemacher hat eine Vorliebe für den trockenen Humor in ländlicher Umgebung und bereits mit „Deichking“ und „Bauernfrühstück“ zwei erfolgreiche Filme produziert. Durch Zufall ergab sich nun der Kontakt zum Männerchor, der Liedertafel Kollmar. Vorsitzender Arno Foth: „Als wir im November des letzten Jahres unseren Sängerball im Fährhaus gefeiert haben, waren gerade die Filmemacher zum Vorgespräch in der Gaststätte und drehten den Trailer zum Film. Michael Söth sprach uns an, ob wir nicht in dem Film mitmachen wollten und sofort wurde ein Lied mit dem Chor aufgenommen.“

Bei den Dreharbeiten am Ferienhaus wird der Männerchor von zwei Darstellerinnen unterstützt, die als „Einheimische“ den weiteren Dreh begleiten. Chorleiter Stefan Haack sagt scherzhaft: „Wenn diese flotten Damen bei uns im Chor bleiben könnten, dann würden wir uns sogar gerne zum gemischten Chor umwandeln.“

In den kommenden zwei Wochen wird täglich in Kollmar gedreht. Entstehen soll ein Film in Spielfilmlänge, der ab Ende Juni immer mittwochs in einem Onlineportal in Sequenzen von sechs bis zehn Minuten Länge eingestellt wird.

Söth ist gelernter Steuerfachgehilfe und betreibt seit 1992 eine Filmproduktionsfirma in Elmshorn, die Industrie-, Dokumentar- und Eventfilme produziert. Söth sagt: „Meine Leidenschaft sind die eigenen Spielfilmprojekte, die ich realisiere, soweit ich mir das finanziell leisten kann. Die Online-Serien sind in Deutschland ein neuer Markt und ich bin gespannt, wie sich dieser Markt entwickelt.“

Der erste Drehtag ist für alle Beteiligten aufregend und anstrengend, denn alle müssen sich mit den örtlichen Gegebenheiten und dem technischen Produktionsaufwand vertraut machen. Für die Aufnahme mit dem Chor werden acht Einstellungen gedreht, denn Licht und Ton müssen passen.

Spannend für die Hauptdarsteller ist: Sie wissen noch nicht, welche Fälle sie lösen müssen. Das bekommen sie erst am Tag vorher zu wissen. „Reverend“, der vorher im Innendienst des Polizeipräsidiums gearbeitet hat, kündigt an: „Hier wird endlich mal aufgeräumt.“

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