Neue Top-Position für Stadtumbau

Der Stadtumbau in Elmshorn: Zahlreiche Aufgaben und Vorhaben müssen über Jahre aufeinander abgestimmt werden.
Der Stadtumbau in Elmshorn: Zahlreiche Aufgaben und Vorhaben müssen über Jahre aufeinander abgestimmt werden.

Zweiter Stadtrat für das Rathaus soll her / Aufgaben sollen gebündelt werden

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09. März 2018, 17:12 Uhr

Das Millionenprojekt Stadtumbau wird die Verantwortlichen im Rathaus noch in den kommenden Jahren in Atem halten. Doch nicht nur im Rathaus, sondern auch bei vielen Bürgern hat sich der Eindruck verfestigt, dass viele Vorhaben nur langsam vorankommen. Die Stadt handelt. Im Rathaus soll eine weitere Top-Position geschaffen werden. Ein zweiter Stadtrat soll ein eigenes Dezernat übernehmen und vor allen dafür sorgen, dass Aufgaben im Zuge des Stadtumbaus gebündelt werden, mehr Effizienz erreicht wird. Besonders die wichtige Abstimmung mit den technischen Ämtern soll in den Aufgabenbereich des zweiten Stadtrats fallen.

Mehr Stellen in der Verwaltung und damit höhere Personalkosten: Normalerweise tut sich die Politik damit schwer. „Wir alle wollen und müssen schneller zum Ziel kommen“, betont CDU-Fraktionschef Immo Neufeldt. Er geht davon aus, dass diese neue Stabsstelle genehmigt wird und das Stadtverordnetenkollegium schon am 22. März einen entsprechenden Beschluss fassen wird.

Bisher gibt es mit Dirk Moritz einen Stadtrat im Rathaus. Laut Gemeindeordnung dürfen kreisangehörige Städte zwischen 40 000 und 60 000 Einwohnern höchstens zwei hauptamtliche Stadträte haben. Die Stadträte werden für sechs Jahre vom Stadtverordnetenkollegium gewählt. Elmshorn ist mit inzwischen fast 52 000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt in Schleswig-Holstein. Die Aufgaben der Verwaltung sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.

Die Kosten für eine neue Stabsstelle im Elmshorner Rathaus würden bei zirka 130 000 Euro im Jahr liegen. Im Gegenzug kann die Stadt aber bei der Wiederbesetzung der Amtsleiterstelle für Stadtentwicklung – sie ist seit dem Weggang von Silke Faber immer noch frei – Einsparungen erzielen, wenn diese Stelle auf die Besoldungsgruppe A 13 zurückgestuft wird.

Der Bürgermeister, zwei Stadträte und drei Dezernate: Nach diesem Konzept soll die Verwaltung besser aufgestellt werden – und noch bessere Ergebnisse liefern.

Damit nicht genug: Der Ältestenrat der Stadt hatte sich für die Einsetzung eines neuen Ausschusses für Stadtumbau ausgesprochen. „Dieser Schritt ist nur konsequent“, sagt Neufeldt. Der bisher bestehende Sonderausschuss Rathaus soll im Gegenzug aufgelöst werden. Der Stadtumbau in Elmshorn: Politik und Verwaltung wollen die Schlagzahl in Zukunft deutlich erhöhen.

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