Neue Schleuse stellt Entwässerung auch im Kreis Pinneberg sicher

Die neue Münsterdorfer Schleuse ist genau genommen ein Siel, das keine Schiffe passieren lässt. Foto: Wittmaack
Die neue Münsterdorfer Schleuse ist genau genommen ein Siel, das keine Schiffe passieren lässt. Foto: Wittmaack

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13. Juni 2012, 03:59 Uhr

Münsterdorf/Hörner-krichen | Mehr als 60 geladene Gäste nahmen gestern an der Einweihung der neuen Münsterdorfer Schleuse teil. Bei typisch norddeutschem Schietwetter wurde auf das Bauwerk angestoßen, das die Stör mit dem Breitenburger Kanal verbindet. Ganz korrekt ist der Begriff "Schleuse" allerdings nicht, da der Neubau ein Siel ist, das im Gegensatz zu einer Schleuse nicht schiffbar ist. Doch da ein gutes Jahrhundert lang an gleicher Stelle eine Schleuse ihren Dienst tat, soll der eingebürgerte Begriff auch zukünftig erhalten bleiben.

Notwendig wurde der Neubau, weil die alte Schleuse bereits etliche Mängel aufwies. Das Mauerwerk war in weiten Teilen marode, gleiches galt für die Schleusentore. Eigentümer des Bauwerks ist Breido Graf zu Rantzau. Wie er ausführte, seien viele Gespräche mit den zuständigen Stellen notwendig gewesen, bis die Finanzierung des neuen Siels stand. Ein Grund sind die komplexen Nutzungsverhältnisse.

Der Graf ist der Eigentümer, verwaltet wird die Schleuse vom Hauptsielverband Breitenburg-Breitenberg, und Nutznießer des Bauwerks ist in erster Linie der Wasser- und Bodenverband Hörnerau. Denn seit die Schleuse für den Schiffverkehr ausgedient hat, steht die Entwässerung einer rund 7700-Hektar-Landfläche im Vordergrund. Das Gebiet der Hörnerau reicht weit hinein in den Norden des Kreises Pinneberg und umfasst Areale auf dem Gemeindegebiet von Westerhorn, Bokel und Lutzhorn. Während der Bauarbeiten wurde die Entwässerung vom benachbarten Schöpfwerk sichergestellt.

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