zur Navigation springen

Stadtpark Elmshorn : Neue Debatte über die gesperrte Brücke

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Verwaltung entwickelt bereits Alternativlösung. Eine Entscheidung ist jedoch offen.

von
erstellt am 02.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Gerade jetzt im Herbst zieht es viele Spaziergänger in den Stadtpark. Das Farbspiel der Bäume rund um den See ist wirklich sehenswert. Elmshorns Idylle hat nur einen Schönheitsfehler: die marode Brücke. Seit Monaten ist sie gesperrt. Und in den Köpfen vieler CDU-Politiker eigentlich schon längst beerdigt. Doch jetzt kocht das Thema erneut hoch. Eine Anfrage des Seniorenrats zur Zukunft des bröckelnden Bauwerks löste im zuständigen Ausschuss für kommunale Dienstleister eine hitzige Debatte aus.

Holger Weiss, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenrats, erkundigte sich nach dem Sachstand. Schließlich wurde im vergangenen Jahr kein endgültiger Beschluss gefasst, sondern es wurden von der Politik lediglich 20.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung sollte prüfen, ob damit eine Reparatur oder ansonsten der Abriss finanziert werden kann. Seit dem Beschluss im vergangenen September war es jedoch ruhig um das Thema geworden. Jetzt die klare Ansage von Petra Langefeld, Leiterin des städtischen Flächenmanagements: „Ich kann nicht hexen. Für 20.000 Euro kann ich die Brücke nur abreißen.“ Allerdings gebe es in der Verwaltung einen neuen Plan. Als eine Art Ersatz für die abgängige Brücke könne im Bereich des etwas höher liegenden Wasserfalls eine kleine Brücke erstellt werden. Geschätzte Kosten: rund 12.000 Euro. Die direkte Runde um den See entfalle zwar und die Lösung sei auch nicht behindertengerecht – doch immerhin finanzierbar und es gebe wieder eine Runde um den See, wenn auch nicht so dicht am Wasser.

Hans-Joachim Seiffert von der SPD versprach dem Vertreter der Seniorenrats, seine Fraktion werde sich intensiv mit dem Thema beschäftigen. „Wir sind weiterhin der Auffassung, dass wir die Brücke dort erhalten müssen oder einen Ersatzbau brauchen“, so Seiffert. Seine Partei habe den Plänen damals auch nicht zugestimmt. Der Wald sei ganz bewusst angelegt worden. „See, Insel, Wasserfall und Brücke – das alles ist Teil des Konzeptes“, so der SPD-Politiker. Auch der Vertreter der Grünen, Sven Herrmann, signalisierte Interesse am Erhalt der Querung. Er wünschte sich Pläne von der Verwaltung, ob nicht eine kleinere Brücke als Ersatz zu finanzieren sei.

Die CDU-Vertreter im Ausschuss lauschten der Debatte mit großen Ohren. Edgar Konetzny platzte fast der Kragen. „Es gibt nichts Neues. Wir haben uns im vergangenen Jahr ausführlich mit dem Thema befasst und eine Entscheidung getroffen“, sagte Konetzny. Mit der günstigen Alternativ-Brücke könne er sich anfreunden. Aber die andere Brücke sei nicht zu retten, dafür fehle das Geld. Auch der Ausschussvorsitzende Immo Neufeldt (CDU) betonte: „Wir haben das alles politisch bewertet. Wir haben keinen Spielraum für ein solches Projekt, auch wenn das Gebiet sicherlich für die Naherholung wichtig ist.“

Letztlich verständigte sich der Ausschuss, dass die Verwaltung zur nächsten Sitzung eine Vorlage erarbeitet. Dann soll endgültig über Abriss, Neubau oder Alternativ-Brücke entschieden werden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen