Neue Busfahrpläne: Guter Start mit „Kinderkrankheiten“

Seit Dezember fahren die neuen Busse der KViP durch Elmshorn.
Seit Dezember fahren die neuen Busse der KViP durch Elmshorn.

shz.de von
24. Januar 2018, 16:00 Uhr

Vor eineinhalb Monaten hat die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) den Busverkehr in Elmshorn übernommen. Fahrgäste und Betreiber haben erste Erfahrungen mit neuen Bussen, Veränderungen bei den Linien und Fahrzeiten gemacht. Noch läuft nicht alles reibungslos, doch mit dem Start sind alle Beteiligten grundsätzlich zufrieden.

„Ich habe bereits drei Betreiberwechsel mitgemacht, das ist mit Abstand der beste“, sagte der Elmshorner Wirtschaftsförderer Thomas Becken während der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für kommunale Dienstleister und Stadtentwicklung. Kai Göhring von der Fahrgastinitiative sieht aber punktuell Nachbesserungsbedarf und „Kinderkrankheiten“. Claudius Mozer, Leiter der Stabsstelle Öffentlicher Nahverkehr des Kreises Pinneberg, räumte kleine Probleme ein, bescheinigt dem Wechsel aber einen „guten Start“.

Die Betreiber registrierten nach eigenen Angaben bislang 16 Beschwerden zu den Fahrplänen – vergleichsweise wenig. Bei den Fahrgästen kommen die neuen Frühbusse, die bereits ab 5 Uhr fahren, sehr gut an. Besonders wichtig ist den Nutzern die gute Anbindung zum Bahnhof und den Zugverbindungen Richtung Hamburg. Hier hat die KViP ihre Pläne stark auf die „23-nach-Anschlüsse“ ausgerichtet. Claudius Mozer: „Das muss sich einspielen.“

Das Problem: Immer wieder machen Verspätungen und Ausfälle bei der Bahn den Planern einen Strich durch die Rechnung. Der nächste Ärger steht bereits bevor. Nach Angaben des Kreises Pinneberg plant die Bahn von März bis Mai weitere Bauarbeiten auf der Strecke Elmshorn-Hamburg. Dann ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, da weniger Züge pro Stunde fahren.

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