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Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 01:47 Uhr

Elmshorn : Neue Bildwelten im Torhaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Birgit Brab stellt beim Kunstverein Elmshorn aus. Ausstellungseröffnung ist an diesem Sonntag um 11 Uhr.

Elmshorn | „Erinnern“ - ein Begriff, der in vielfältiger Weise mit der Kunst in Zusammenhang gebracht werden kann. Erinnerung ist etwas, woraus der Künstler bei seiner Tätigkeit schöpft, und dem Betrachter wird vor einem Kunstwerk Erinnerungsarbeit ermöglicht.

Die Künstlerin Birgit Brab gab ihrer neuen Ausstellung mit Radierungen den Titel „Erinnern“ mit auf den Weg. Wie sie diesen Terminus wertet, wird sich am kommenden Sonntag, 24. Januar, um 11 Uhr erweisen, wenn ihre Bilderschau im Torhaus eröffnet wird. Heimisch ist die 1966 in Aachen geborene und freischaffende Künstlerin in Kiel, wo sie sich als Mitinitiatorin der Einrichtung „Das Atelier“ einen Namen gemacht hat. Nach Auslandsaufenthalten in Italien und der Tätigkeit in einer Werbeagentur studierte Birgit Brab von 1990 bis 1997 Freie Grafik an der Kieler Muthesius-Hochschule. Zwei namhafte Künstler in der Grafikszene legten dort den Grundstein für den weiteren Weg: die Professoren Fritz Bauer und Ekkehard Thieme, bei dem Brab auch ihr Diplom ablegte.

Ein gelungener Ausbildungsweg mit Folgen, denn man kann heute fast von einer „Kieler Schule“ sprechen: gemeinsam mit ihrer Kollegin Anja Klafki, dem Elmshorner Anders Petersen und anderen hat Birgit Brab die Druckgrafik in Schleswig-Holstein neu definiert. Sie alle haben zu einer ganz eigenständigen künstlerischen Sprache in ihrem Metier gefunden.

So sagt etwa der Kunsthistoriker Jens Martin Neumann: „Birgit Brab erzeugt mit rigoros verknappten Formen eine lyrische Kunst, die auf die restlose grafische Transformation subjektiver Erfahrung von Wirklichkeit in neue Bildwelten abzielt. Ihre Radierungen resultieren vollständig aus dem abstrakten Bestand der Fläche als Farbe, der Linie als Geste und der Form als materiellem Substrat, besitzen eine Bild tragende, jeweils individuelle Prägnanz der grafischen Oberflächen.“ Neumann wird am Sonntag im Torhaus in die Brab-Ausstellung einführen. Die Künstlerin selbst gibt zu Protokoll: „In meinen Radierungen beschäftige ich mich mit Formen, Körpern, Flächen und deren Verhalten im Raum. Erlebte Momente, Episoden, Situationen sind Ausgangspunkte oder Idee einer Form, die ich dann aus der Erinnerung heraus in meine eigene Bildsprache umsetze.“

Die Ausstellung mit neuen Radierungen von Birgit Brab, die mehrfach ausgezeichnet wurde und deren Bilder auf zahlreichen Ausstellungen präsent waren, wird im Torhaus bis zum 14. Februar 2016 zu sehen sein (Dienstag bis Freitag 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 13 Uhr).

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