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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 14:30 Uhr

Neue Aufgabe für Pastorin Piepenburg

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Abschied 57-Jährige verlässt nach 28 Jahren Emmaus-Kirchengemeinde / Künftig als Seelsorgerin in Alten- und Pflegeheimen im Einsatz

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Thomaskirche wurde Pastorin Frauke Piepenburg (57) von ihren Aufgaben in der Emmaus-Kirchengemeinde durch Propst Thomas Bergemann entpflichtet. Anschließend nahm sein Stellvertreter, Pastor Torsten Becker, die Einführung der Pastorin in die Pfarrstelle für Seelsorge in Elmshorner Alten- und Pflegeheimen vor. Die musikalische Gestaltung der kirchlichen Veranstaltung lag bei The Gospel Company sowie der Kantorei.

Eröffnet wurde der – besondere – Gottesdienst mit dem feierlichen Einzug der verantwortlichen Geistlichkeit. Der weitere Verlauf stand im Zeichen des Abschieds von Piepenburg, der bei den vielen anwesenden Gemeindemitgliedern und Kollegen, aber auch bei allen anderen, die ihr und der Kirche beziehungsweise Gemeinde verbunden sind, wehmütige Stimmung auslöste. Darin mischte sich allerdings auch Freude über die neuen Aufgaben, die der Seelsorgerin nun zuwachsen. Zu den vielen, die an diesem Nachmittag das Wort ergriffen, um Leistung und Persönlichkeit von Piepenburg zu würdigen, gehörte auch Propst Bergemann. „Sie sind nicht eine von denen, die schon immer alles wissen“, sagte er an seine Kollegin gewandt. „Bei Ihnen ist mir eine menschenfreundliche Wahrheit begegnet – und man spürt bei ihnen die unbedingte Liebe Gottes.“ Abschließend dankte er ihr für alles, was sie gesagt und getan und wie sie diese Gemeinde in 28    Jahren mit ihrem Sosein geprägt habe – und für ihre Treue.

Die so Gelobte ergriff an verschiedener Stelle der Kirchenveranstaltung das Wort, um sich zu verabschieden, auf die Anfänge ihres Wirkens in der Gemeinde zurückzublicken und noch einmal die Ziele zu benennen, die sie angetrieben hat. „Ich freue mich, dass so viele zu diesem besonderen Gottesdienst erschienen sind“, erklärte sie anfangs und sprach von „innerer Bewegtheit, die sie ergriffen habe. Gut erinnerte sie ihren Start in der Gemeinde vor 28 Jahren, als es nur wenige Frauen als Vorbilder in ihrem Beruf gab: Damals sei man ihr mit einigem Stirnrunzeln begegnet. Angestrebt habe sie, wie sie weiter ausführte, Räume für die Sehnsucht nach Gott offen und die Hoffnung auf Friede und Gerechtigkeit wach zu halten sowie Mut zu machen, den Glauben zu leben und selbst Gottesdienst im Alltag zu feiern.

Sie hoffe, dass es ihr hier und da gelungen sei. Gefördert habe sie, worauf sie auch hinwies, dass sich jeder auf seine eigene Art in die Gemeinde einbringen könne. „Getragen wurde ich von meiner Familie, Freunden und von der Gemeinde“, stellte sie abschließend fest. „Dafür möchte ich vom Herzen Dank sagen.“

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung bot sich für alle Anwesenden Gelegenheit, noch eine Zeit lang in lockerer Runde mit Pastorin Piepenburg zu verbringen. Sie tritt eine übergemeindlich angesiedelte halbe Pfarrstelle für Seniorenarbeit an und ist Ansprechpartnerin für die Senioren und Mitarbeiter im Lindenpark, Haus Flora und der Awo-Wohnpflege. Dazu gehört es, zwei Mal im Monat Andachten zu halten, an festen Tagen in jeder Einrichtung für Gespräche zur Verfügung zu stehen und sich in die Seniorenbetreuung einzubringen




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