zur Navigation springen

Keine eierlegende Wollmilchsau : Neubau oder Sanierung - was passiert mit dem Hallenbad in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Experten warnen davor, es mit dem Elmshorner Hallenbad jedem Recht machen zu wollen. Ausschuss tagt heute öffentlich.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 16:07 Uhr

Elmshorn | In der heutigen Sitzung des Stadtwerkeausschusses will die SPD-Fraktion über eine Öffentlichkeitsveranstaltung zum Thema Hallenbad abstimmen. Neben der grundsätzlichen Fragestellung „Neubau oder Sanierung“ sollen die Bürger nach der Vorstellung von Thorsten Mann-Raudies, Sprecher für Stadtwerkepolitik in der SPD-Fraktion, auch ihre Wünsche und Ideen für ein neues Hallenbad einbringen können.

Stadtwerkechef Sören Schuhknecht warnt allerdings davor, mit einer solchen Beteiligungsveranstaltung bei den Bürgern falsche Hoffnungen zu wecken. Die Stadt müsse sich ihr neues Schwimmbad leisten können. Das sieht auch Thorsten Mann-Raudies so: „Es hilft niemandem, wenn wir am Ende eine eierlegende Wollmilchsau haben, aber der Schwimmbadeintritt 25 Euro kostet. Das will niemand.“

Auch das Unternehmen, das die Kosten für eine Sanierung und einen Neubau kalkulieren soll, habe darauf hingewiesen, dass Elmshorn wie eine Spinne mitten in einem Netz zahlreicher Freizeitbäder in der Umgebung sitze. „Da müssen wir uns die Frage stellen, ob eine Stadt, in der der Schwerpunkt auf Sportschwimmen und Schulsport liegt, ein Spaßbad braucht.“

„Wir wollen, dass sowohl der Schwimmsport als auch die Schulen in dem neuen Hallenbad ihre Ausbildung und ihr Training durchführen können“, sagt Mann-Raudies. Dazu, das habe die erwähnte Umfragen unter Sportvereinen und Schulen gezeigt, gehöre eine Sprunganlage, fünf Schwimmbahnen mit jeweils 25 Metern Länge und unter Umständen auch ein Hubboden.

Es gibt also einiges zu überlegen und zu kalkulieren. Mann-Raudies bezweifelt, dass eine Entscheidung über Sanierung oder Neubau wie angekündigt noch vor den Sommerferien fallen wird. Schließlich dauere allein die Berechnung der Kosten bis Mai – und erst dann könnten die Fraktionen ernsthaft in die detaillierten Beratungen einsteigen. Erst einmal geht es in der heutigen Sitzung aber voraussichtlich um das Thema Bürgerberatung. Der Stadtwerkeausschuss tagt öffentlich ab 18 Uhr im Konferenzraum der Stadtwerke.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen