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Elmshorner Nachrichten

24. Oktober 2017 | 03:00 Uhr

Elmshorn : Neubau für das THW rückt näher

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Haushaltsausschuss des Bundestags stellt Mittel für THW-Unterkünfte bereit. Bundestagsabgeordnete aus dem Kreisgebiet zufrieden.

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2014 | 10:00 Uhr

ElmshornEl | Das Elmshorner THW hat die realistische Chance, den dringend benötigten Neubau seiner Unterkunft realisieren zu können. Möglich macht das ein Beschluss des Haushaltsausschuss des Bundestags. Die Politiker stellten 27 Millionen Euro für Investitionsmittel für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zur Verfügung, um zügig Ersatz für zahlreiche alte THW-Unterkünfte zu schaffen. Darüber freuten sich die Bundestagsabgeordneten des Kreises Pinneberg, Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Ole Schröder (CDU), gleichermaßen.

„Das ist der langersehnte Durchbruch auf dem Weg zu einer neuen Unterkunft für das Elmshorner THW“, sagte Rossmann. Der Haushaltsausschuss sei bei der Bereitstellung der Mittel einem Antrag der SPD gefolgt. „Nun entsteht endlich die Möglichkeit, auch am Standort Elmshorn den dringend notwendigen Ersatzbau zu schaffen, damit die THW-Ortsgruppe wieder vernünftige Arbeitsbedingungen vorfinden kann“, sagt er.

Die Elmshorner Ortsgruppe des THW nutzt derzeit Gebäude, die in den 70er-Jahren für die Unterbringung der Bauleitung für den Bau der A23 erstellt wurden. Diese Gebäude waren nicht für eine langfristige Nutzung konzipiert. Mit dem THW fand sich aber ein Interessent für eine Nachnutzung. Mit den Jahren ist immer stärker zu spüren, dass das Hauptgebäude nur für eine provisorische Nutzung konzipiert wurde. „Eine Wärmedämmung des Gebäudes ist praktisch nicht vorhanden, die Heizungsanlage ist abgängig und die sanitären Anlagen befinden sich in einem katastrophalen Zustand“, beschreibt Rossmann.

Daher wandte sich das THW bereits 2011 an die BImA. Die Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung des Hauptgebäudes unwirtschaftlich und deshalb ein Neubau sinnvoll sei. Außerdem besteht ein zusätzlicher Raumbedarf für das THW von rund 50 Quadratmetern. Deshalb wurden keine größeren Bauunterhaltungsmaßnahmen trotz der bestehenden Notwendigkeit mehr durchgeführt.

Ein Neubau scheiterte bisher daran, dass die BImA für die Nutzung des dann neuen Gebäudes eine höhere Miete forderte, die das THW nicht leiten kann. Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses ist eine Lösung in Sicht. „Die BImA erhält zusätzliche Mittel als Baukostenzuschuss. Dadurch entfällt der Refinanzierungsdruck bei der BImA, sodass die Miete für die Nutzer auch nach einem Neubau stabil bleiben könne“, erläuterte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs. Kahrs und Rossmann hatten das Elmshorner THW besucht, um die Problematik mit Vertretern des örtlichen THW, dem Vertreter des Landesverbandes Manfred Ralfs und Manfred Krause von der BImA zu erörtern.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und für das THW im Bundesinnenministerium zuständige Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder freut sich über den Beschluss des Haushaltsausschusses: „Wie wichtig das THW ist, zeigte sich in den letzten Jahren beispielsweise immer wieder bei Hochwasser- und Katastrophenschutzeinsätzen. Gerade auch die Ortsverbände bei uns im Kreis Pinneberg leisten herausragende Arbeit.“ Das werde nun gewürdigt. Nach der Modernisierung des Standortes in Pinneberg sei jetzt der Weg frei, damit die Liegenschaft in Elmshorn auf den neuesten Anforderungsstand gebracht werden könne.

Im Norden steht der Neubau für das THW Elmshorn auf Platz zwei der Prioritätenliste, auf der bundesweiten Prioritätenliste rangiert die Maßnahme unter den ersten zwölf. „Die Zeichen stehen also sehr gut, dass das THW Elmshorn schon bald von den zusätzlichen Investitionsmitteln profitieren wird“, so Rossmann.

Die deutsche Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) wurde am 22. August 1950 als Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes gegründet. Die Bundesoberbehörde untersteht dem Bundesministerium des Innern. Die Notwendigkeit des nicht-militärischen Schutzes der Zivilbevölkerung vor Kriegseinwirkungen und deren Beseitigung waren die hauptsächlichen Gründe für die Schaffung des Technischen Hilfswerkes.
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