Naturschützer retten 1100 Kröten

Roland Meurer (von links), Günter Schliemann, Katja Erber, Erika Küttler, Hans-Peter Lohmann und Hans-Jürgen Raddatz bilden den Vorstand der Barmstedter Nabu-Gruppe. Meurer rückt für Schriftführer Gerhard Ullrich nach.  Foto: Pergande
Roland Meurer (von links), Günter Schliemann, Katja Erber, Erika Küttler, Hans-Peter Lohmann und Hans-Jürgen Raddatz bilden den Vorstand der Barmstedter Nabu-Gruppe. Meurer rückt für Schriftführer Gerhard Ullrich nach. Foto: Pergande

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22. Februar 2011, 08:26 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter Nabu-Gruppe hat im vorigen Jahr weit mehr als 500 ehrenamtliche Stunden für den praktischen Naturschutz geleistet. Das hat der Vorsitzende Hans-Peter Lohmann während der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte "Zum Pilz" berichtet. Von den landesweit etwa 16 000 Nabu-Mitgliedern gehören 230 der Barmstedter Gruppe an, sagte er.

Die Aufgaben für den praktischen Naturschutz erläuterte der zweite Vorsitzende Hans-Jürgen Raddatz. "Wir arbeiten zwar ehrenamtlich, haben aber ein festes Programm und viele Verpflichtungen", sagte er und dankte den Helfern für ihre Arbeit. Aufwändige Tätigkeiten seien der Schnitt zahlreicher Kopfweiden sowie die Moor- und Heidepflege gewesen. "Wir waren mehr als 60 Mal im Einsatz", sagte Raddatz, der betonte, dass die Arbeiten so intensiv seien, dass der Nabu mit seinen Kräften haushalten müsse. "Den ersten Schritt in diese Richtung haben wir getan, indem wir in Hasloh Flächen für Mäheinsätze Bio-Landwirten zur extensiven Bewirtschaftung überlassen haben", erklärte Raddatz.

Seit fünf Jahren retten der Nabu und weitere Helfer Kröten vor Autoreifen. An der L 110 in Bevern etwa konnten an zwölf Abenden 1100 Kröten gerettet werden. Erkenntnis nebenbei: "Wenn es um Artenschutz geht, beteiligen sich mehr Frauen als Männer", stellte Raddatz fest. In diesem Jahr will die Gruppe einen Krötenzaun am Vosslocher Wald von der Einfahrt zum Restaurant "Zum Bootssteg" bis zum Parkplatz Rantzau bauen.

Der Nabu kümmert sich ebenfalls um die Entbirkung verschiedener Moore, um deren Überleben zu ermöglichen. Die Betreuung von Feuchtwiesen dient dem Erhalt der charakteristischen Arten wie dem breitblättrigen Knabenkraut. Nistkästenbetreuung und Bestandsaufnahmen bedrohter Arten gehören ebenfalls zum Programm.

"Um Flächen zum Erhalt der Natur sowie Arbeitsgeräte zu kaufen und zudem Jugendarbeit zu leisten, sind wir auf Spenden angewiesen, freuen uns jedoch auch über aktive Unterstützung", sagte Lohmann. Interessierte können sich unter (04123) 4170 bei ihm oder im Internet unter www.nabu-barmstedt.de informieren.

Katja Erber, die mit Ernst-Reimer Sass die Jugendgruppe betreut, berichtete von deren Aktivitäten, die aus Spiel, Spaß und Naturerlebnis bestehen - unter anderem gehörten dazu eine Übernachtung im Wildpark Eekholt, der Besuch eines Tierpräparators, der Bau von Nistkästen sowie das Pflanzen einer Streuobstwiese am Weidkamp.

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