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Elmshorner Nachrichten

18. August 2017 | 03:48 Uhr

Nach Unfall: Dörfer versinken im Verkehr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Auswirkungen Nach Lkw-Unglück auf der A 23 steht fast alles still

Autofahrer in Bevern und Bullenkuhlen trauten am Montagnachmittag ihren Augen nicht: Stoßstange an Stoßstange standen Hunderte Fahrzeuge auf der Elmshorner Straße, dem Mühlenweg und der Hauptstraße (L110). „Solange ich in Bullenkuhlen wohne, habe ich das noch nie gesehen“, berichtete Bullenkuhlens Bürgermeister Willi Hachmann. Auch in Elmshorn sei die Verkehrslage „ausgesprochen angespannt“ gewesen, erklärte Stadtrat Dirk Moritz. Der Auslöser: ein schwerer Lkw-Unfall auf der A  23.

Wie berichtet, war am Montag gegen 14 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Horst/Elmshorn ein 56-Jähriger mit seinem Lastwagen von der Fahrbahn abgekommen und in die Böschung gefahren. Anschließend stürzten Zugmaschine und Auflieger auf die linke Seite. 25 Tonnen Recycling-Material verteilten sich auf der A23, die in Fahrtrichtung Heide für den Verkehr gesperrt wurde. Der Fahrer aus dem Landkreis Harburg verletzt sich nach neuesten Erkenntnissen der Polizei nicht leicht sondern schwer und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Aufräumarbeiten gestalteten sich laut Polizei aufgrund der 25 Tonnen Ladung als sehr aufwendig. Unter anderem musste ein Radlader des Technischen Hilfswerks angefordert werden. Die Auswirkungen waren massiv: Die Vollsperrung stürzte Elmshorn und die Region Barmstedt in kürzester Zeit ins Verkehrschaos.

Spätestens in Elmshorn mussten Autofahrer, die in Richtung Norden unterwegs waren, die A  23 verlassen. Die Straßen in der Stadt seien daher sehr überlastet gewesen, so Moritz. Die Umleitung habe über Bullenkuhlen und Barmstedt geführt. „Viele suchen sich aber ihren eigenen Weg und sind durch Elmshorn gefahren.“ Erschwerend komme hinzu, dass parallel auch die Käpten-Jürs-Brücke und die Brücke über die Krückau im Zuge der Wittenberger Straße für den Verkehr gesperrt sind. Ein Hindernis könne die Stadt gut verkraften, dieses Mal seien es aber drei gewesen. In der Region Barmstedt berichteten Autofahrer ebenfalls von langen Staus. Seite 9

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erstellt am 12.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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