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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 00:53 Uhr

Nach fünf Jahren wieder im Amt

vom

Wolfgang Mohr ist seit kurzem wieder Bürgermeister von Bokholt-Hanredder / Bereits von 2000 bis 2008 war er Oberhaupt der Gemeinde

Bokholt-Hanredder | Die Kommunalwahl in diesem Jahr hat nicht nur Veränderungen in den Gemeinderäten mit sich gebracht. Es wurden auch etliche neue Dorfbürgermeister gewählt. Wer sind sie, was machen sie? Und vor allem: Was haben sie vor? Die Elmshorner Nachrichten stellen in einer Serie die neuen Bürgermeister aus den Bereichen der Ämter Elmshorn-Land, Hörnerkirchen, Rantzau und Horst-Herzhorn vor.

Wolfgang Mohr wohnt nur einen Steinwurf von der Elmshorner Stadtgrenze entfernt. Ein "Bürgermeister"-Schild weist Suchenden den richtigen Weg. Der 68-Jährige ist seit kurzem wieder Oberhaupt von Bokholt-Hanredder. Schon von 2000 bis 2008 lenkte Mohr die Geschicke seiner Gemeinde. Zur jüngsten Kommunalwahl im Mai trat er für die CDU nach einer fünfjährigen Auszeit wieder als Bürgermeisterkandidat an und trug seinen Teil dazu bei, dass die Christdemokraten in Bokholt-Hanredder sieben der insgesamt 13 Sitze in der neuen Gemeindevertretung erringen konnten.

"Ja, wir haben nur eine knappe Mehrheit", gibt Mohr zu. "Das liegt aber auch daran, dass die SPD bei uns nicht mehr angetreten ist." Die übrigen sechs Sitze im Dorfparlament gingen an die Freien Wähler. Viele neue Gesichter durfte der 68-Jährige in der Politikerrunde begrüßen. Gleich acht Gemeindevertreter haben erstmals ein Mandat errungen. "Ich bin inzwischen der älteste", sagt Mohr. Und wohl auch der mit der meisten kommunalpolitischen Erfahrung. Bereits 1977 trat er der CDU bei, ein rundes Vierteljahrhundert wirkte Mohr bereits in der Lokalpolitik mit.

"Wir haben einen unheimlich hohen Frauenanteil", betont der Bürgermeister. Sechs der 13 Sitze in der Gemeindevertretung seien aktuell in Frauenhand. Auch seine beiden Stellvertreter als Dorfoberhaupt seien Frauen. Privat ist Mohr verheiratet, Vater zweier erwachsener Kinder, und stolzer Opa von vier Enkeln. "Alles Jungs", erklärt Mohr. "Zwei wohnen in Kiel, zwei gleich hier in der Nachbarschaft." Mit Ehefrau Antje ist er regelmäßig auf dem Rad unterwegs. "Am liebsten auf Sylt." Auch Flusskreuzfahrten stehen bei den beiden hoch im Kurs. Einmal ging es die Donau entlang von Passau bis Budapest, im letzten Jahr fuhren die Mohrs von Köln bis Basel auf dem Rhein.

Wolfgang Mohr ist gelernter Betriebswirt und hat als "Unruheständler" noch immer zwei Beraterverträge, um die er sich kümmern muss. Dazu kommt nun der ehrenamtliche Bürgermeisterposten. Auch der wird wieder reichlich Zeit "fressen", wie der 68-Jährige aus eigener Erfahrung weiß. Quasi zum Auftakt seiner neuen Regierungsperiode musste er einen Wasserschaden in der Mehrzweckhalle regeln. "Da muss ein neuer Boden verlegt werden. Dass soll in der 35. Kalenderwoche passiert sein", verrät er. Weil die angehenden Erstklässler Anfang August aber schon eingeschult wurden und für die Feier ein Dach über dem Kopf gebraucht wurde, musste eine Zwischenlösung her. Kurzerhand erklärte sich die Versicherung, die auch für den Wasserschaden aufkommt, bereit, für vier Wochen ein großes Festzelt aufzustellen. "Das ist doch prima", freut sich Bokholt-Hanredders Bürgermeister.

Ansonsten geht es in der Gemeinde derzeit vergleichsweise ruhig zu. "Mit Breitband sind wir gut versorgt", sagt Mohr. Die Straßenbeleuchtung werde Stück für Stück auf Energiespartechnik umgerüstet, und statt großer Baugebiete setze man auf vereinzelte Lückenbebauung. "Energie sparen ist bei uns ein wichtiges Thema", so Mohr. Vor allem das gemeindeeigene Bürgerhaus mit seiner veralteten Kühlanlage schlage kräftig zu Buche. "Die Finanzlage ist schwierig", gibt Mohr zu, nicht zuletzt, weil erst vor kurzem viel Geld in die örtliche Grundschule gesteckt worden sei. Doch generell sei Bokholt-Hanredder eine "wirklich schöne Gemeinde mit einem hohen Wohnwert" und entsprechender Lebensqualität.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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