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Janina Storm : Nach elf Jahren in den DSDS-Recall

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Elmshornerin Janina Storm erfüllte sich bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ einen Kindheitstraum. Zu sehen sein wird sie darin jedoch nicht mehr.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 15:12 Uhr

Elmshorn | Drei Songs, vier Juroren, ein Versuch: Die Elmshornerin Janina Storm hat sich in der aktuellen Staffel der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) beworben – und es immerhin bis in den Recall geschafft. Für die 19-Jährige ging damit ein Traum in Erfüllung.

„Das mit dem Singen fing bei mir ziemlich früh an“, erzählt sie. „Als Kind habe ich im Urlaub an Mini-Playback-Shows teilgenommen, gesungen, getanzt und geschauspielert.“ Als 2002 die erste Staffel DSDS über den Bildschirm flimmerte, stand für sie fest: „So einen gelben Recall-Zettel will ich auch einmal haben.“

Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Klar: Mit acht Jahren war Janina Storm 2002 noch deutlich zu jung, um sich überhaupt bei der Show zu bewerben. Später hatten der Realschulabschluss, dann das Abitur Priorität. Doch gesungen hat Janina Storm ständig – auch vor Publikum. Etwa in einem Gesangsprojekt an der Realschule Nord und mit ihrer damaligen „Mädelsband“. Immer im Fokus: Pop-Musik. „Zu rockig darf es nicht sein“, bekennt die Elmshornerin, allenfalls Soft Rock würde sie noch singen. Wie das am besten geht, lernte sie zudem mit einem professionellen Gesangsunterricht. Auch zu Hause singt Storm gern – und viel. „Das geht so weit, dass meine Eltern manchmal schon ein wenig genervt sind“, gesteht sie. „Ich singe einfach jeden Tag, aber meine Eltern unterstützen mich dabei.“

Einen kleinen Durchbruch feierte Janina Storm dann 2009: „Ein Freund von mir meinte, dass ich mich einfach mehr produzieren müsste“, erzählt sie. Kurzerhand war ein Youtube-Kanal entstanden, flugs ein Video produziert. „I’m with you“, ihr erstes Cover eines Avril-Lavigne-Songs, schaffte es binnen kurzer Zeit auf 19.000 Klicks. Seitdem nimmt sie in loser Reihenfolge weitere Songs auf, allesamt Coverversionen bekannter Lieder, und präsentiert sie bei Youtube. „Es ist super interessant, dort Feedback zu bekommen und die Kommentare zu lesen“, sagt Storm. Ihre Youtube-Videos produziert sie zu Hause, alleine, in ihrem Zimmer.

2013 aber war es soweit. Janina Storm wollte sich der RTL-Jury stellen. „Der Zeitpunkt passte einfach. Mein Abitur hatte ich geschafft, mein Studium hatte noch nicht begonnen.“ Janina Storm bewarb sich bei DSDS und wurde zum Casting eingeladen. Die Aufregung – riesig. „Ich hatte zehn Outfits zusammengestellt, meine Familie, meine Freunde und meine Schwester mussten alle mit auswählen“, sagt Storm. Ganz einfach war das nicht.

Zum Casting ging es dann gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester. „Das war richtig aufregend. Aber alle beim Casting waren so supernett, das entspannte.“ Mit ZEDDs „Clarity“, Silbermonds „Irgendwas bleibt“ und Alicia Keys „If I ain’t got you“ versuchte sie bei der Jury aus Kay One, Marianne Rosenberg, Dieter Bohlen und Mieze zu punkten. „Ich wollte zeigen, wie vielseitig ich mit meiner Stimme arbeiten kann“, so Storm, deswegen habe sie auch einen deutschen Song mit aufgenommen. Auch die Vorlieben der Jury meinte sie so abdecken zu können – „denen muss es ja auch gefallen.“ Und das Konzept ging auf: Janina Storm schaffte es in den Recall. Von ihrer Stimme war die Jury überzeugt, „sie sagten, damit könnte man gut arbeiten“.

Doch am Wochenende stand fest: Weiter kommt die Elmshornerin in dieser DSDS–Staffel nicht. „Das war schon schade“, sagt sie. Aber die Erfahrung, vor der Jury gesungen zu haben, will sie nicht missen. Das Feedback der Profis aus der Musikbranche sei ihr viel wert gewesen, und auch der Kontakt zu anderen Kandidaten sei wertvoll. „Ich suche noch immer nach einem Musiker, mit dem ich eigene Songs einspielen kann“, sagt die Sängerin. Denn singen kann Janina Storm zwar, aber „ein Instrument kann ich einfach nicht spielen. Deswegen suche ich jemanden, der auf meine Wünsche zugeht und mit mir Songs entwickelt.“ Außerdem singt sie gern Duette, auch dafür suchte sie nach Partnern.

Womöglich wird Janina Storm es irgendwann einmal wieder bei einer Castingshow versuchen. Noch mag sie sich da aber nicht festlegen. Nun steht erstmal ihr Youtube-Kanal im Vordergrund – und ihr Studium. Storm will später einmal Chemie und Biologie am Gymnasium unterrichten und studiert daher seit vergangenem Winter in Kiel.

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