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Neujahrsgala in Elmshorn : Musikgenuss zum Start ins neue Jahr

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

11. Elmshorner Neujahrsgala: Die Hamburger Symphoniker begeistern das Publikum im ausverkauften Saalbau. Lob gab es besonders für die Gesangssolisten.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 10:34 Uhr

Elmshorn | „Wenn man die Musik kennt, gefällt sie einem besser“, stellte Dörte Schartau fest. Einer der Gründe, warum der Elmshornerin vom ersten Teil der Neujahrsgala vor allem die Ouvertüre zu Rossinis „diebischer Elster“ angenehm aufgefallen war; ein Werk, dessen Titel nicht unbedingt jeder kennt, das aber bekannte Melodien enthält. Populäres aus der klassischen Musikliteratur, live dargeboten von einem ganzen Sinfonieorchester: Mit diesem Rezept begeisterte die elfte Elmshorner Neujahrsgala mehr als 400 Besuchern im ausverkauften Saalbau. Zum zweiten Mal nacheinander spielten die Hamburger Symphoniker in Elmshorn, ebenfalls zum zweiten Mal trat das Kreiskulturzentrum Drostei als Veranstalter auf; gemeinsam mit dem Elmshorner Waldorf-Förderverein und dem JUKS Schenefeld. Dort wird das gleiche Programm wie in Elmshorn am 8. Januar angeboten.

Premiere also sozusagen in Elmshorn. Vor der Pause gab es ausschließlich Italiener zu hören: Opernmusik von Rossini, Puccini, Donizetti und Mascagni. Zwei Ouvertüren, Arien, ein Duett und ein Intermezzo. „Gefällt mir gut, schönes Konzert“, lobte Michael Münster in der Pause das Programm. Hinterher ging es mit österreichischem Einschlag in Richtung Operette und Musical: Strauß Sohn, Franz von Suppé, Lehár und Leonard Bernstein wurden gespielt. Darunter ein unbekannteres Werk von Johann Strauß Sohn: „An der Elbe“. Dem Wiener plätscherten auch die Elbwellen im Walzertakt.

Besonders beeindruckten den Elmshorner Michael Münster „die beiden Sänger“. Damit stand er nicht allein: Tenor Hyojong Kim und Sopranistin Nerita Pokvytyte bekamen reichlich Applaus. „Die sind richtig, richtig gut“, urteilte auch Sonja Waldhauer aus Barmstedt. Waldhauer war zum zweiten Mal dabei, viele Besucher hatten schon in den Vorjahren die jeweilige Neujahrsgala besucht. Sabine Schliemann aus Barmstedt allerdings war zum ersten Mal gekommen und war schon vom Anblick begeistert: „Der Saal und das Ambiente sind sehr schön.“ Üppiger Blumenschmuck an der Rampe, Bäume am Rand der Bühne und ein klug eingerichteter Saal, das gefiel ihr: „Überall kann man gut gucken.“

Annkatrin Holbach aus Elmshorn hob hervor, wie Aufführung und Saal zusammenpassten: „Allererste Qualität und so gute Akustik!“ Für die Qualität stand das A-Orchester aus der Hansestadt. Dirigiert wurden die Musiker temperamentvoll von Wolfram-Maria Märtig, der mit der Musik förmlich vibrierte. Für Liebhaber klassischer Musik bot die Neujahrsgala einen prallen Genuss. Sabine Schliemanns selbstkritisches Urteil über den Konzertbesuch: „Man macht es viel zu selten.“

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