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Sparkassenschließung in Sparrieshoop : „Müssen uns um Ersatz bemühen“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Bürgermeister von den Sparplänen überrascht. Günther Korff denkt über Protestaktion mit anderen Kommunen nach.

Die Enttäuschung ist riesig. Einfach so will Klein Offenseth-Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff (SPD) die Schließung der Sparkassen-Filiale nicht hinnehmen. Er ist von dem Unternehmen enttäuscht. Nicht nur von der Entscheidung. Vor allem auch von der Art und Weise der Kommunikation. „Ich war doch sehr überrascht, dass ich die Nachricht von der Schließung unserer Filiale aus der Zeitung erfahren musste“, sagte Korff gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Bank habe ihn am Donnerstagabend erstmals über eine mögliche Schließung des Standortes in Kenntnis gesetzt. Da sei aber noch nicht vom endgültigen Aus die Rede gewesen. Man habe sich mit ihm in den nächsten Tagen treffen wollen, um die Sache zu besprechen. In jedem Fall würde er aber vor den Medien informiert.

Das ist nicht passiert. Am Freitagabend um kurz vor 20 Uhr hatte die Sparkasse Südholstein die Mitteilung über die Schließung von insgesamt elf ihrer 47 Standorte per E-Mail an die Medien verschickt. Und so wurde auch Holms Bürgermeister Walter Rißler (CDU) von der Nachricht in der Zeitung überrascht. Er zeigte sich ebenfalls enttäuscht. Korff will nun Kontakt mit seinen Bürgermeister-Kollegen der sieben betroffenen Kommunen im Kreis Pinneberg aufnehmen. „Vielleicht ist es möglich, eine gemeinsame Protestaktion zu starten“, so Korff. Außer Sparrieshoop und Holm sind Brande-Hörnerkirchen, Hasloh, Krupunder, Pinneberg-Waldenau sowie Appen betroffen.

Die Entscheidung der Sparkasse, sich aus Sparrieshoop zurückzuziehen, ist für den Bürgermeister nicht nachvollziehbar. „Wir sind eine aufstrebende Gemeinde mit knapp 3000 Einwohnern und wachsen weiter“, so Korff. Für Sparrieshoop ginge es jetzt darum, sich nach Alternativen umzuschauen. „Wir brauchen eine Bank im Ort. Wir müssen uns um Ersatz bemühen“, betonte der Bürgermeister. Vor allem für ältere Menschen sei die Schließung der Filiale eine Katastrophe.

Auch Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) reagierte betroffen auf die Nachricht. „Ein großer Verlust für Familien und Senioren in Waldenau.“ Sie werde Vertreter der Sparkasse zu einem Runden Tisch mit Pinneberger Politikern und Interessengruppen aus Waldenau-Datum bitten. Steinberg war am Freitag telefonisch über das Aus für die Geschäftsstelle im Süden der Kreisstadt informiert worden.

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erstellt am 28.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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