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Müllsünder: Wer entsorgte sein Garagentor einfach im Wald?

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Osterhorn | "An leere Flaschen hat man sich ja fast schon gewöhnt", sagt Osterhorns neuer Bürgermeister Ralf Henning, "doch das ganze Garagentore in der Natur entsorgt werden, ist schon wirklich dreist". Der 39-Jährige steht auf einem Spurweg irgendwo zwischen Osterhorn und Wulfsmoor und blickt auf ein massives braunes Metalltor, das unbekannte Täter einfach in die Böschung geworfen haben. Henning ringt nach den richtigen Worten, dann sagt er: "Ich finde das einfach enttäuschend."

Entdeckt hat er das Garagentor bereits vor einigen Tagen. Damals war es noch "garniert" mit blauen Mülltüten, aus denen Glaswolle quoll. "Die Säcke sind inzwischen wohl schon vom Bauhof abgeholt worden", sagt Henning. Das Garagentor werde bald ebenfalls fachgerecht entsorgt. "Es ist einfach ärgerlich, dass wir uns um solche Dinge kümmern müssen", merkt Osterhorns Bürgermeister an. Verständnis für den Täter hat er nicht: "Wir haben doch im benachbarten Westerhorn sogar einen Schrotthändler, der sich über solche Teile freut."

Große Hoffnungen, dass man den Übeltäter aufspüren und zur Rechenschaft ziehen kann, hegt Henning nicht. "Das ist eher unwahrscheinlich." Immerhin einen konkreten Anhaltspunkt gibt es. Auf den silbernen Streben, die das Tor einmal hielten, prangt ein schwarzer Trab renngespann-Aufkleber. "Wichtiger, als den Täter zu finden, ist mir aber, dass es keine Nachahmer gibt", betont Henning. Eine Müllentsorgung irgendwo in der Wildnis sei kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernstes Vergehen, das entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen könne.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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