Elmshorn : Müllsünder erwischt

Martin Meineke ist sauer. Immer wieder wird am Gelände an der Klaus Groth Promenade  illegal Müll abgeladen.
Martin Meineke ist sauer. Immer wieder wird am Gelände an der Klaus Groth Promenade illegal Müll abgeladen.

Ein Uetersener missbrauchte die Klaus Groth Promenade dreist als Müllkippe - und stellte sich dabei reichlich dumm an.

shz.de von
08. November 2013, 12:00 Uhr

Meist kommen Sie nachts. Kein Wunder, denn sie wollen nicht entdeckt werden. Schließlich tun sie Illegales. Die Rede ist von den Zeitgenossen, die seit einiger Zeit immer wieder ihren Müll an der Klaus Groth Promenade abladen. Besonders dreist ging ein Uetersener vor. Sein Pech: Er wurde nun erwischt.

Martin Meineke ist Chef des Unternehmens Logistik Kontor Nord GmbH, das seinen Sitz an der Klaus Groth Promenade hat. Das Gelände ist weitläufig. Ein Großteil der zum Teil mit hohem Gras bewachsenen Fläche in dem unübersichtlichen Gebiet gehört der Bahn. Die Gruppe um den Punk und ehemaligen Mitarbeiter der Stadt, Andreas Forte, hatte dort ihre inzwischen abgebrannte „Villa Kunterbunt“ errichtet.

Doch seit einiger Zeit haben einige Zeitgenossen das Gelände als illegale Müllkippe entdeckt. Immer wieder entdeckt Meineke morgens Müllhaufen. Mal ist es Bauschutt, mal Hausmüll, mal sind es Abfälle die beim Kopieren entstanden sind. „Ich finde das unmöglich“, sagt Meineke. Manchmal entfernen er und seine Mitarbeiter den Müll. In der Regel rufen sie aber die Polizei. „Die Beamten sind auch immer schnell da“, sagt Meineke.

Mit Handschuhen durchsuchen die Polizisten den Müll, um Hinweise auf den Verursacher zu finden. Manchmal klappt das. Auch in dem Fall eines besonders dreisten Müllentsorgers. Der machte sich gleich dreimal auf den Weg an die Klaus Groth Promenade. Jedes Mal hatte er einen Kleinanhänger voll mit alten Autoersatzteilen dabei , und die kippte er auf das Bahngelände. „Das war schon heftig. Schließlich haben wir alle eine Verantwortung für unsere Umwelt“, sagt Meineke.

Doch der Müllablader war zwar dreist, aber nicht schlau. Denn als Polizei und Meineke den Müllberg unter die Lupe nahmen, entdeckten sie darin Lieferscheine und Papiere. Daran ließ sich der Täter ermitteln. Es handelte sich um einen Uetersener. Mittlerweile hat der Mann seinen Müll wieder abgeholt.

Zusätzlich gab’s eine Geldstrafe. „Wäre der gleich zur GAB gefahren, hätte er sich das alles ersparen können. Wir sind hier schließlich keine öffentliche Müllkippe“, so Meineke.

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