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Elmshorner Nachrichten

21. September 2017 | 01:50 Uhr

Müll: Jetzt wird wieder abgefahren

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Firmen Dörner und Umweltservice Nord hoffen auf einen reibungslosen Übergang. Am Abfuhrplan ändert sich nichts.

Jetzt rollen die Müllfahrzeuge wieder durch den Kreis Steinburg. Den Restmüll in den schwarzen Säcken holt die Firma Dörner ab, Bioabfälle entsorgt der Umweltservice Nord (USN). „Um 5.30 Uhr setzten sich unsere Fahrzeuge in Bewegung“, sagte USN-Vertriebsmitarbeiterin Annika Hachmann gegenüber unserer Zeitung.

Beide Firmen gehen davon aus, einen möglichst reibungslosen Übergang hinzubekommen. Da sich das bisherige Entsorgungsunternehmen Bischof in einer Insolvenz in Eigenverwaltung befindet, hatte der Steinburger Kreistag die langfristigen Verträge zum 30. Juni gekündigt (wir berichteten). Ein nahtloser Übergang fand jedoch nicht statt, da Bischof in der vergangenen Woche die Abfuhr eingestellt hatte. Die Folge: Restmüll und Bioabfälle blieben liegen. Für die Steinburger soll sich trotz des Entsorgerwechsels nichts ändern. „Die bisherigen Abfuhrtermine bleiben erhalten“, sagt Annika Hachmann. Das gilt auch für die Firma Dörner, die bereits am Sonnabend unterwegs war. „Wir haben schon mal einige liegengebliebene schwarze Säcke abgeholt“, sagt Geschäftsführer Enno Simonis. Gestern ist Dörner in den regulären Abfuhrplan eingestiegen, „bisher lief alles reibungslos“. Trotz der kurzen Vorlaufzeit ist der Geschäftsführer optimistisch, dass die Bürger kaum etwas vom Wechsel mitbekommen. Denn bevor Bischof den Auftrag vor eineinhalb Jahren bekommen habe, sei Dörner zehn Jahre im Kreisgebiet für die Restmüllabfuhr zuständig gewesen. „Der Disponent und auch zahlreiche Mitarbeiter sind noch dieselben.“ Auch einige Fahrer von Bischof seien zu Dörner gekommen. Beim Verlust des Auftrages sei es andersherum gelaufen, damals habe Bischof einige Dörner-Mitarbeiter übernommen. „Am Ende machen es immer dieselben Leute.“ Um die Touren quer durch den Kreis bewältigen zu können, hat die Firma darüber hinaus zehn Müllfahrzeuge geliehen. USN hat nach Angaben von Annika Hachmann von anderen Firmen einige neue Fahrzeuge angeschafft. „Wir haben derzeit mehr Fahrzeuge als benötigt. Wir müssen erst ausloten, was wir benötigen.“ Intern werde sicher noch etwas optimiert, für den Bürger werde sich jedoch nichts ändern. Beide Firmen hatten den Auftrag einen Tag nach der Kreistagssitzung erhalten. Angesprochen wurden die Firmen jedoch schon vier Wochen zuvor bei einer Preisabfrage. Nur so konnten sie rechtzeitig zum 3. Juli mit Fahrzeugen und Mitarbeitern bereitstehen. So hatte Dörner unter anderem ab diesem Zeitpunkt Mitarbeiter gesucht, mit der Maßgabe, dass die Arbeitsverträge gelten, wenn das Unternehmen den Auftrag erhält, so Enno Simonis. Beide Entsorgungsbetriebe sind vorerst für ein Jahr vertraglich gebunden.

Wie es danach mit der Abfallentsorgung weitergeht, müsse der Kreis noch klären, betonte Dezernent Friedrich-Wilhelm Stork auf Anfrage. Denkbar sei unter anderem eine europaweite Ausschreibung der Abfallleistungen oder die Partnerschaft mit einer leistungsfähigen Firma.

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