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Elmshorn : Ministerpräsident Albig besucht Kölln

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Firmenchef berichtet bei Besuch des Ministerpräsidenten von stark gestiegener Nachfrage. Die Mitarbeiter schieben Sonderschichten.

von
erstellt am 26.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Bei Peter Kölln werden zurzeit Sonderschichten geschoben. „Wir produzieren auf Teufel komm raus. Die Nachfrage nach Haferflocken ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen“, berichtete Firmen-Chef Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann gestern Nachmittag Torsten Albig (SPD). Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein hat auf seiner Sommertour Station an der Krückau gemacht und das Elmshorner Traditionsunternehmen besichtigt. Als „Luxusproblem“ bezeichnete Albig die Situation.

Im Verlauf des Besuchs wurde jedoch deutlich, dass auch die Köllnflockenwerke wie viele andere Unternehmen mit echten Problemen zu kämpfen haben. „Der Fachkräftemangel ist etwas Reales. In diesem Ausbildungsjahrgang haben wir keinen Müller einstellen können“, berichtete Driftmann. Es habe zwar Bewerbungen gegeben. Doch bei den Müllern sei es wie bei vielen anderen Ausbildungsberufen auch: „Vielen Kandidaten fehlt die Ausbildungsreife. Damit meine ich nicht nur Rechnen und Schreiben, sondern vor allem Sozialverhalten. Wir brauchen in der Lebensmittelbranche hoch zuverlässige Mitarbeiter“, betonte der Kölln-Chef.

Wegen des Fachkräftemangels verstärkt das Unternehmen seine Ausbildungs-Aktivitäten. So gibt es seit August erstmals das triale Modell bei Peter Kölln. Zwei Industriekaufleute erwerben zusätzlich zu ihrer Ausbildung den Bachelorabschluss in Betriebswirtschaft. Dafür kooperieren die Elmshorner mit der Fachhochschule Westküste in Heide. Albig lobte das Modell und bestärkte Driftmann in dem Bestreben, auf selbst ausgebildeten Nachwuchs zu setzen.

Wie Driftmann berichtete, hat der Absatz-Boom dazu geführt, dass in den vergangenen zwölf Monaten kräftig Arbeitsplätze geschaffen wurden. Gut 30 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, sodass Peter Kölln nun 312 Beschäftigte hat. 29 von ihnen sind Auszubildende. Der Kölln-Chef erwartet für das laufende Geschäftsjahr nach 2013 den nächsten Umsatzrekord. Die 100-Millionen-Euro-Marke soll erstmals in der Unternehmensgeschichte geknackt werden.

Albig zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung, aber auch von den modernen Produktionsstätten. Diese nahm der Ministerpräsident während der Betriebsbesichtigung in Augenschein und gab zu: „Ich bin mit Köllnflocken groß geworden. Haferflocken gehören bei mir heute noch zum Frühstück dazu.“ So griff der Landesvater auch gern bei jeder Probe zu. Zum Abschied dankte er Driftmann ganz ausdrücklich: „Peter Kölln ist ein starkes Unternehmen. Es tut gut, wenn so ein Unternehmen auch mit unserem Land in Verbindung gebracht wird“, so der Ministerpräsident.

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