Wanderausstellung : Miniphänomenta in Elmshorn

Sinan (von links), Luc und Noah schauen, welche Murmel die schnellste ist.
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Sinan (von links), Luc und Noah schauen, welche Murmel die schnellste ist.

Die Wanderausstellung Miniphänomenta ist zu Gast an der Grundschule Kaltenweide. Heute Nachmittag ist die Ausstellung auch für Eltern geöffnet.

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11. Juni 2014, 12:15 Uhr

Elmshorn | Wenn eine Murmel schneller ist als die anderen, oder ein Brett größer aussieht als es eigentlich ist, dann kommen Kinder ins Staunen. Die Wanderausstellung Miniphänomenta ist für drei Wochen in der Grundschule Kaltenweide zu Gast. Sie gehört zu dem wissenschaftlichen Projekt Phänomenta der Universität Flensburg. Das Ziel des Projektes ist es, Naturwissenschaft und Technik in der Primarstufe zu fördern.

Die Wanderausstellung bietet 36 Experimentierstationen, die von Schulen für zwei Wochen ausgeliehen werden können. „Wir haben die Wanderausstellung alle vier Jahre bei uns an der Schule, damit jedes Kind während seiner Grundschulzeit einmal die Möglichkeit hat, Erfahrungen an Experimentierstationen zu sammeln“, so Schulleiterin Cornelia Fürst. Ihre Schüler haben hier die Möglichkeit sich auszuprobieren.

Die Klasse 2 b ist begeistert, sofort nach Betreten der Turnhalle fangen die Kinder selbstständig an zu experimentieren und warten nicht auf Erklärungen. Alle sind motiviert, die Phänomene zu verstehen. Voller Stolz zeigen sie ihren Mitschülern, was sie herausfinden und staunen über für sie unerklärliche Abläufe. Gemeinsam wird nach einer Lösung gesucht und nur ungern bei der Lehrerin nachgefragt.

Schulleiterin Fürst wünscht sich die Ausstellung dauerhaft an ihrer Schule, findet aber keine Räumlichkeiten, um die Geräte für die Experimentierstationen zu lagern. Die Ausstellung steht an einem Nachmittag auch für die Eltern zur Verfügung. Sie haben die Möglichkeit, zusammen mit ihren Kindern zu experimentieren und die Stationen gegebenenfalls nachzubauen. Auch das sieht die Phänomenta vor, Eltern sollen durch aktives Mitwirken die Möglichkeit haben, die Lernvoraussetzungen ihrer Kinder zu verändern.Cornelia Fürst sieht die Wichtigkeit des Projektes vor allem darin, dass heutzutage immer weniger Kinder die Möglichkeit hätten, eigene Erfahrungen zu sammeln. Die Begegnung mit Natur und Technik trete immer mehr in den Hintergrund.

Das Projekt Phänomenta wurde 1985 unter Leitung von Prof. Dr. L. Fiesser, Leiter des Instituts für Physik und Chemie an der Uni Flensburg, gegründet. Seitdem werden an der Universität Experimentierstationen entwickelt, die Besuchern die Möglichkeit bieten, an interaktiven Stationen naturwissenschaftliche und technische Phänomene eigenständig zu ergründen. Heute hat die Ausstellung mit ihren rund 200 Experimentierstationen einen eigenen Gebäudekomplex im Stadtzentrum und rund 100.000 Besucher pro Jahr.

Die Grundschule Kaltenweide bietet am heutigen Mittwoch zwischen 16 und 18 Uhr einen offenen Nachmittag für Eltern und Geschwisterkinder an.

Die Phänomenta befindet sich in der Nähe des Flensburger Nordertors. Die etwa 200 Experimentierstationen stehen für Besucher von Montag bis Sonntag in der Norderstraße 157-163 zur Verfügung. Erwachsene bezahlen elf, Ermäßigte acht und Kinder drei Euro. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter der Rufnummer 0461-144490 oder per E-Mail an science@phänomenta.com und im Internet unter www.phänomenta-flensburg.de.
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