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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 02:01 Uhr

Elmshorn : Millionen für den Stadtumbau

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jetzt zugesagt: Projektvolumen für 2014 beträgt 3,8 Millionen Euro. Die Politiker haben bereits weitere Förderanträge für 2015 beraten.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Mit 3.870.000 Euro setzt Elmshorn als sechstgrößte Stadt Schleswig-Holsteins 2014 die fünftgrößte Einzelsumme bei Projekten des geförderten Städtebaus um. In den Summen mit enthalten sind die Anteile des Bundes, des Landes sowie die eigenen Mittel der jeweiligen Kommunen. Ahrensburg, Eutin und Fehmarn sind jeweils mit mehr als fünf Millionen Euro für Projekte des städtebaulichen Denkmalschutzes dabei, Kiel ist mit einem Volumen von 5,2 Millionen Euro im Bereich „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ im Förderprogramm. Elmshorn wird als eine von insgesamt fünf Kommunen im Bereich „Stadtumbau West“ gefördert.

Seit dem Jahre 2004 ist die Stadt an der Krückau im Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“. Mit Hilfe der Bundes- und Landesmittel konnte die Stadt bisher unter anderem den Platz am Wasserturm und den Bau der Hafenspange realisieren. Zurzeit laufen die Arbeiten im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen entsprechend des im Sommer 2011 beschlossenen Rahmenplanes. Dazu gehören auch, wie im laufenden Jahr geschehen, Grundstückskäufe und Untersuchungen auf Altlasten in den Böden. Zum Stadtumbau West zählt in Elmshorn außerdem das Sanierungsgebiet Bahnhof/Bahnhofsumfeld mit seinem kurz vor der Vollendung stehenden Rahmenplan.

Der Schwerpunkt der Baumaßnahmen wird in den kommenden Jahren (2016 bis 2020) im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen liegen, sodass zunächst geplant ist, bis 2019 alljährlich Fördermittel im Städtebau zu beantragen. Bei den einzelnen Maßnahmen werden die Entwicklungen alljährlich fortgeschrieben und entsprechende Zuschüsse beantragt.

Gelder sind bis 2019 abrufbar

Jeder Bescheid teilt sich grundsätzlich auf fünf Jahre auf und die zugesagten Fördermittel fließen entsprechend den Planungs- und Umsetzungsfortschritten. Anders ausgedrückt: Elmshorn kann in 2010 zugesagte Gelder noch 2015 für die bewilligten Projekte abrufen, Mittel aus den jetzt gültigen Bescheid von 2014 noch bis 2019.

Auch für 2015 sollen weitere Zuschüsse aus der Städtebauförderung fließen. Dies beschlossen die Mitglieder des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt während ihrer jüngsten Sitzung. So sollen von der Stadt unter anderem Fördergelder für die insgesamt etwa 5,5 Millionen Euro teure Neugestaltung des Nordufers am Hafen, für die Verlegung der Schauenburgerstraße, für einen städtebaulichen Wettbewerb zur Freiraumplanung am Hafen und rund um den Buttermarkt oder auch für die ersten Planungen des neuen Rathauses sowie den weiteren Fortgang beim Rahmenplan Bahnhof/Bahnhofsumfeld beantragt werden.

500 Millionen Euro Gesamtinvestition

Insgesamt sind beim Stadtumbau in Elmshorn über die Jahre Städtebaufördermittel von Bund und Land in Höhe von mehr als 70 Millionen Euro vorgesehen – vor allem im Bereich Krückau/Vormstegen. Elmshorns Stadtplanerin Silke Faber schätzt, dass in den kommenden Jahren insgesamt bis zu etwa 500 Millionen Euro in das Sanierungsgebiet fließen könnten. Der Grund für Fabers Optimismus: In derartigen Sanierungsgebieten, so die Stadtplanerin, lösten laut Studien staatliche Investitionen das drei- bis achtfache an privaten Investitionen aus.

Zum Stadtumbau West gehört auch die Freiraumgestaltung im Bereich Hafen und Buttermarkt. Sie ist morgen Thema einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung für alle Elmshorner. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Gebäude der Stadtwerke Elmshorn, Westerstraße 50-54.
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